NL#276 – Bossard international.

Auf den ersten Blick ist unsere Diskussion um das Gesamtkunstwerk ‚Bossard‘ und die fragwürdige Symbolik im Bodenmosaik ja eine lokale. Beschäftigt den Kreistag und das Wochenblatt, und den Rat und den Kunstausschuss der Gemeinde.

Und fordert im einen oder anderen privaten Gespräch zu Stellungnahmen heraus: „wie findest Du eigentlich das Bossard-Thema?“ – Tatsächlich ist das Interesse für die Debatte überregional – das hatten wir schon gemerkt, als der SPIEGEL sich eingeschaltet hat und Meinungen vorgab, die dann von anderen Publikationen auf- und übernommen wurden.

Maximal überregional ist jetzt der Artikel in der New York Times vom 11. August diesen Jahres, der übrigens die Problematik beispielhaft sachlich, ausgewogen und abwägend darstellt. Weil die New York Times üblicherweise nicht zu unser aller Standardlektüre gehört: hier der passende link:

https://www.nytimes.com/2020/08/11/arts/design/swastika-germany-museum-kunststaette-bossard.html

Bei Bedarf kann ich den Artikel im Einzelfall gerne auch als pdf liefern (dann bitte kurze Nachricht an steffen.burmeister@gmx.de).


NL#274 – Gestern im Gemeinderat (… steckt viel Kunst drin …)

mum fotografiert Kerstin Witte und Udo. das Bild ist in Kürze im Wochenblatt zu sehen

Es gibt ja immer wieder mal Themen, die sensationeller abgehandelt werden und mehr Möglichkeiten bieten sich inhaltlich und überhaupt zu verlaufen (z.B. auch gerne volldampf hinein in Sackgassen) als andere. In Jesteburg ist das immer wieder die Kunst. Und als es gestern um das Kunstpfad-Projekt ging war sicherlich das meiste Adrenalin im Raum. Wenn Adrenalin zum Zuge kommt, dann führt das u.a. zu einer Erhöhung der Atemfrequenz und einer Beschleunigung des Kreislaufs, die Pulsfrequenz und der Blutdruck steigen entsprechend an.
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NL#267 – Hereinbrechende Neuigkeiten: Bossard.

Zur Kunststätte Bossard: der Stiftungsrat beschließt eine weitere wissenschaftliche Aufarbeitung zu Bossard und seiner Rolle im Nationalsozialismus und beschließt des weiteren, dass die Fortführung des Förderprojektes zur Erweiterung der Kunststätte Bossard (Neubauprojekt) erstmal ruhen soll.
Hier die Mitteilung im Original:

zu einer außerordentlichen Sitzung des Stiftungsrates hatte Landrat Rainer Rempe als Stiftungsratsvorsitzender der Kunststätte Bossard am Mittwoch dieser Woche die Mitglieder des Stiftungsrates eingeladen. Anlass hierfür war die intensive öffentliche Diskussion der vergangenen Wochen zum Projekt „Bossard neu denken – Kunsthalle der Lüneburger Heide“. „Insbesondere die zahlreichen kritischen Einwände in Bezug auf die Rolle Bossards zur Zeit des Nationalsozialismus haben den Stiftungsrat bewogen, die nächsten Schritte des Projekts noch einmal neu zu überdenken. Da die weitere Auseinandersetzung mit der Rolle Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus ohnehin als Teil des Projekts geplant war, wird dieser Schritt jetzt vorgezogen“, so Landrat Rainer Rempe.

Bereits vor Jahren, zeitlich deutlich vor dem Projekt, hatte der Stiftungsrat selbst den Anstoß für die wissenschaftliche Aufarbeitung von Johann Michael Bossards Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gegeben. Auf Bestreben des Stiftungsrates fand deshalb seit 2017 eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema statt, zu der neben der Leiterin der Kunststätte Bossard Dr. Gudula Mayr auch externe Wissenschaftler hinzugezogen wurden. Bei der Untersuchung wurden diverse zur Verfügung stehende Archive und Quellen berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden in den beiden Publikationen „Johann Bossard – Texte aus dem Nachlass – Programmatische Schriften und Reiseberichte“ und „Über dem Abgrund des Nichts – die Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus“ sowie Ende 2018 auf einem öffentlichen Kolloquium dargestellt.

Da die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas jedoch zum Teil in Zweifel gezogen werden, hat der Stiftungsrat nun beschlossen, dass es einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema bedarf. Hierzu wird ein zusätzliches wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Rolle Bossards im Nationalsozialismus durchgeführt. „Der Auftrag dazu wird an externe Wissenschaftler vergeben werden, die nicht vom Stiftungsrat, sondern von einem externen, noch zu definierenden Gremium auszuwählen sind. Dies ist für die zukünftige konzeptionelle Ausrichtung und Akzeptanz der Kunststätte Bossard von entscheidender Bedeutung“, erläutert Rempe.

„Bis die Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt vorliegen, soll die Fortführung des Förderprojektes zur Erweiterung der Kunststätte Bossard ruhen“, so Andreas Sommer, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender.

Die Entscheidung des Stiftungsrates zu diesem Vorgehen berücksichtigt auch den Wunsch der Leiterin der Kunststätte Bossard Dr. Gudula Mayr nach einer externen Evaluation ihrer Forschungsergebnisse. Die intensiven Diskussionen zu diesem Thema haben auch Dr. Mayr nicht unbeeindruckt gelassen und zu Verunsicherung geführt.

Die Fördermittelgeber und alle Entscheidungsträger werden kurzfristig über diese neue Entwicklung in Kenntnis gesetzt. Der Stiftungsrat geht davon aus, dass diese Vorgehensweise nicht zuletzt aufgrund der öffentlichen Diskussion auf Verständnis stößt und unterstützt wird.


NL#266 – Was muss man noch zu BOSSARD sagen.

Oder ist schon alles gesagt und geschrieben? Der Journalist und Historiker Dr. Martin Doerry hatte zuletzt ausführlich im Spiegel und auf NDR Kultur für eine relative Hochkonjunktur des Themas gesorgt und dabei zum einen die bisherige wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas kritisiert („rosarote Brille“) und zum anderen seine Bewertung des Menschen Bossard als Sympathisant des Nationalsozialismus gestreut. Und so wurde das dann auch an anderen Stellen ohne weitere Reflektion rezipiert – auch in unserer regionalen Presse, im Wochenblatt.

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NL#257 – Am Montag sind SIE dran! (mit Ihren Fragen).

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NL#248 – Gestern im Gemeinderat (Kunstpfad – Jesteburg Touristik – Kita)

Gestern haben wir uns zu einer Gemeinderatssitzung getroffen. Wir = die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, UWG/FDP und einige Gäste im Zuschauerraum des Schützenhauses.

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NL#233 – Gestern im Gemeinderat (Funkturm, Sammelcontainer, Verkehr)

Es ging etwas tumultartig los in der gestrigen Gemeinderatssitzung. Die Ratsmitglieder, zumindest die, die im Verwaltungsausschuss Sitz und Stimme haben, hatten in der vergangenen Woche erfahren, dass die Telekom die Errichtung eines Funkturms am Reindorfer Osterberg plant. Und zwar hatten sie das nur deswegen mitbekommen, weil das Grundstück, das als Standort vorgesehen ist, der Gemeinde gehört und deswegen ein Pachtvertrag abzuschließen wäre.

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NL#228 – Anerkennung der hohen Qualität der Kunstvermittlung in Jesteburg

Kunst gibt die Möglichkeit, die Welt durch andere Augen zu sehen. Kunst ist wichtig für Menschen, Kunst ist eine Art der Kommunikation. Und Kunst hat einen sehr politischen Aspekt – „Wenn primitivste Bots und einfache Softwareschnipsel in sozialen Medien eingesetzt werden können und heute schon reichen, um Stimmungen und Wahlen zu beeinflussen, müssen Künstler das Unsichtbare wieder sichtbar machen“ (Zitat SZ, 19.01.2018, Hans Ulrich Obrist).

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NL#224 – Bossard war eben ein Bossard!

Am Sonntag, 2. Dezember war es soweit: Die Kunststätte Bossard eröffnete die Ausstellung „Über dem Abgrund des Nichts“ – die Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus. Vorausgegangen waren Monate, wenn nicht Jahre intensiver Forschung in allen zur Verfügung stehenden Quellen und in allen nur denkbaren Archiven.

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NL#220 – Gestern im WTKA – die Zuschuss-Debatte.

Das Publikum der Sitzung gestern Abend am Sandbarg im WTKA (Wirtschafts-Tourismus- Kultur-Ausschuss) bestand ausschließlich aus Betroffenen – also Menschen, die interessiert waren an Beschlüssen zu Zuschüssen und Verantwortungen die sie selbst eingebracht hatten bzw. die sie unterstützten.

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NL#211 – Kunst in Jesteburg

Schick, so ein Kunstpfad! Wenn er funktioniert. Das, was wir vorhaben scheint aber nicht zu laufen. Warum? – Also: abgesehen von den Opponenten, die eben einfach gegen Kunst per se sind, Zitat: „nicht mit meinen Steuergeldern“, und die irgendwie lauter sind als die, die mit „meinen“ Steuergeldern keine Schützen oder kein Schwimmbad oder keine Kitas (sollte man nicht glauben,  gibt’s aber auch) wollen, wird das Projekt auch inhaltlich hinterfragt.

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NL#206 – Vorgestern im WTKA (Touristik-Information, Marktrecht, WLAN)

die Damen von der Toristik

Vor dem Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur am Mittwoch dieser Woche haben sich einige von uns – inhaltlich passend – den Vortrag des Wirtschaftsförderers Wilfried Seyer (GF der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH)) angehört und dabei – naja vielleicht nichts wirklich Neues erfahren, aber noch mal einen kräftigen handlungsfördernden und notwendigen Impuls bekommen.

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NL#187 – Diese Woche im WTKA – 500.000 € touristische Einnahmen in Jesteburg!

Trotz sehr interessanter, auch kontrovers zu diskutierender Themen hatten sich am Mittwoch nur sehr wenige Gäste in die WTK-Ausschusssitzung am Sandbarg verirrt. Es ging um Anträge zu Zuschüssen für diverse Vereine, um den Stand der Dinge bei der Tourismus-Information und um Kunst, selbstverständlich.

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NL#180 – Börners Kommentar: Kunst im öffentlichen Raum

Als ich die Schlagzeile am Mittwoch, den 31. Mai, im Nordheide-Wochenblatt auf Seite 1 sah, dachte ich im ersten Moment: „Mein Gott, jetzt auch Terror in Jesteburg. Weiß der Innenminister schon Bescheid, kommt das in der Tagesschau, wer bekennt sich zu dem Anschlag?“

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NL#177 – Gestern im WTKA – Dorffest: 2. September?

Die Chance ist jetzt tatsächlich groß, dass in diesem Jahr in Jesteburg wieder ein Dorffest stattfinden wird. Dem Organisationsteam Maack-Otte-Burmeister („Seza & die Jungs“) bot sich gestern die Möglichkeit sein vorläufiges Konzept vorzustellen und sich um einen Finanzzuschuss der Gemeinde zu bewerben.

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NL#171 – Stadler & Lotze … & Bossard

bsp01Da fährt sie gerne hin, das findet sie wichtig in ‚ihrem‘ Wahlkreis: die außergewöhnliche Kunststätte ‚Bossard‘ in Jesteburg hat das besondere Interesse unserer Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler gefunden. Und wenn Svenja dann Besuch hat – diesmal ihre Bundestagskollegin Hiltrud Lotze MdB aus Lüneburg – dann wird das Kleinod heimgesucht.

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NL#162 – Terrasse! Oder: wir steigen der Kunst auf’s Dach!

terrasse-kunsthaus-2Eine Aussichtsplattform auf dem Kunsthaus?! Es ist eine Idee – ursprünglich einiger Besucher, jetzt konkretisiert durch einen Architekten.

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NL#136 – auf einen Kaffee mit Svenja Stadler

svenja_petitAus vielen gesellschaftlichen Bereichen hatten sich Frauen am Mittwochvormittag im Café Mokkasin versammelt: Kirche, Kunst, Kommunalpolitik, Schule, Kita und Flüchtlingsarbeit – überall wird von engagierten Frauen ehrenamtliche Arbeit geleistet. Aber wo ist der Überschneidungspunkt mit unserer SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler?

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NL#124 – Ist das Kunst? – Oder kann das weg?

hjbHans-Jürgen Börner ist seit 2006 Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur und zieht eine Bilanz der Entwicklung der letzten 10 Jahre:

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NL#123 – Grafik des Monats MÄRZ: was kostet die Kunst?

 

gdm_03.2016Die Ausgaben für Kunst & Kultur sind ein immer wieder kontrovers diskutierter Punkt in den Debatten um den richtigen Einsatz des Budgets (= Steuergelder!). Um das Thema hier aufzunehmen haben wir bildlich die Investitionen für Kunst&Kultur den Ausgaben für – einen anderen unter vielen Posten des Haushalts – Regenrückhaltebecken provokant gegenübergestellt. Den Rest des Beitrags lesen »