NL#249 – Bendestorf. Bauausschuss (Arbecksweg – Bauhof – Meinsbur)

Am Dienstag letzter Woche tagte der Bauausschuss (offiziell „Ausschusses für Bau, Planung und Wege“) der Gemeinde Bendestorf.

Zu Beginn der Sitzung informiert  Bürgermeister Bernd Beiersdorf, dass der Rat von Bendestorf grundsätzlich dafür ist an der Kleckerwaldstraße einen gemeinsamen Bauhof der Samtgemeinde zu errichten. Außerdem gibt es die erfreuliche Information, dass es für das Gewerbegebiet hinter dem Autohaus Maack einen Interessenten gibt. Die Verhandlungen für eine Realisierung sind vielversprechend.

Dann ging es um die zu behandelnden Themen; erster Punkt: die Erschließung eines neuen Baugebiets. Nach der bereits im Verwaltungsausschuss beschlossenen  Aufstellung eines Bebauungsplanes „Arbecksweg-Nord“ ist das der nächste Schritt zur Herstellung der Rechtskraft.

Seit einigen Jahren sind die Grundeigentümerin gemeinsam mit der Gemeinde im Gespräch, um ein Baugebiet am Arbecksweg zu realisieren. Für die Erschließung wurde der in unserer Samtgemeinde bereits mehrfach tätige Projektentwickler Friedrich-Wilhelm  Lohmann von der Eigentümerin beauftrag. Herr Lohmann hatte sich u.a. über viele Jahre für die Realisierung einer Wohnbebauung auf dem Filmgeländes eingesetzt, was ja letztendlich auch zum Erfolg geführt hat.

Herr Sauer vom Büro Peter stellte mögliche Erschließungsmaßnahmen vor, die auch einen Teilausbau des Arbeckswegs beinhaltet. Hier würden auf die Anlieger erhebliche Kosten anfallen. Herr Sauer wurde aufgefordert Alternativen zu untersuchen, um die Belastungen der Anlieger zu reduzieren. BWG und SPD stimmten dem Antrag zu, die BUG hat sich der Stimme enthalten.

um diese Fläche geht’s – hier soll der Bauhof der Samtgemeinde Jesteburg entstehen.

Zum Thema ‚Bauhof‘: für die Aufstellung eines B-Planes Kleckerwaldstraße wurde das Büro Mehring beauftragt. Frau Trusche stellte die Planung vor. Die vorhandene Obdachlosenunterkunft wurde hierbei mit einbezogen (das Gelände befindet sich im Eigentum von Bendestorf, das Gebäude ist Eigentum der Samtgemeinde). Das Büro Mehring wurde beauftragt, alle weiteren Maßnahmen (Frühzeitige TÖB- („Träger öffentlicher Belange“)  und Öffentlichkeitsbeteiligung) in die Wege zu leiten. Hier erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Für die Aufstellung des B-Planes Quellenweg ist ebenfalls das Büro Mehring beauftragt. Hier haben bereits diverse Vorarbeiten und Termine stattgefunden. Mit der Änderung des Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung des Porzellanmuseums in Verbindung mit einem Café geschaffen werden. Das Museum soll von einer Stiftung betrieben und unterhalten werden. Das Gebiet wird als „sonstiges Sondergebiet Porzellanmuseum“  bezeichnet, alle Eingaben aus der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der TÖB’s wurden diskutiert und abgewogen. Die Änderungen wurden in der Sitzung einstimmig beschlossen.

Für die Änderung des B-Plans Schierenberg-Mitte liegen seit langer Zeit Planungen vor. Es sollen für sogenanntes ‚nicht störendes Gewerbe‘ drei Fachwerkhäuser erstellt werden. Einige Herausforderungen mussten gelöst werden wie z.B. der Abstand zum Waldgebiet, Geh-und Fahrrecht und die Stellplatzanordnung. Die Stellplätze werden jetzt im vorderen Bereich geschaffen und evtl. nach Geschäftsschluss für die Allgemeinheit zur Nutzung freigegeben. Ein sehr altes Bauernhaus muss diesen Baumaßnahmen weichen, was jedoch leider nicht zu verhindern ist. Auch für die Änderung des B-Planes wurde das Büro Mehring von der Investorin beauftrag. Mit vier ja Stimmen und einer Enthaltung wurde der Änderung zugestimmt.

Zum Abschluss ging es um das Gasthaus Meinsbur. Der neue Eigentümer, Herr Battenfeld, hat einiges vor. Aufgrund der erfreulicherweise guten Auslastung des Hotel-und Gastwirtschaftsbetriebs, sind Baumaßnahmen angedacht. Der Architekt Deppert stelle sie im Einzelnen vor. Zur Zeit befinden sich im Haus 12 Gästezimmer. Es soll jetzt zusätzlich ein Gebäude für 19 weitere Zimmer errichtet und dem vorhandenen Gebäude in der Fassade weitgehend angepasst werden. Eine ortstypische Eindeckung mit Reet ist ebenfalls angedacht.

oben: so sieht es morgen aus; unten: der vorhandene Baukörper – nicht ganz aktuell in der Darstellung.

Das ehemalige Gasthaus Kurth soll umfangreich umgestaltet werden. Frau Kirsch vom Architekturbüro Brauer stellte die Änderungsvorschläge vor. Es handelt sich um meiner Meinung nach außerordentlich gut gelungene Vorschläge die den Eingang zu Bendestorf deutlich aufwerten. Die jetzigen Gebäude bleiben erhalten und werden ergänzt und umgestaltet. Entstehen sollen 14 Wohneinheiten, die jedoch auch als Büroräume genutzt werden können. Dem Vorschlag wurde mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung zugestimmt.

Dann möchte noch ein Bauherr die Baugrenze am Bardal um 3 m überschreiten. Bisher wurden Abweichungen zum B-Plan in jedem Fall gesondert beurteilt. Überschreitungen wurden bis maximal 10 % genehmigt. Dem aus diesem Prinzip folgenden Vorschlag, die Baugrenze um maximal 2,5 m zu überschreiten, wurde mit vier ja Stimmen und einer Enthaltung zugestimmt.

In den Haushalt müssen die Ausbaukosten für den Arbecksweg berücksichtigt werden. Der Ansatz für einen Deckenüberzug in Höhe von € 20.000 sollte gestrichen werden. Ich habe erläutert, dass das der Grund sein kann, dass dann durch Frostaufbrüche wieder Schäden entstehen könnten, die zu weit höheren Kosten führen würden. Im nächsten Jahr wird der Zustand der Straße von einem Fachmann begutachtet und dann entschieden, ob ein Deckenüberzug zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Im Haushalt enthalten sind die Kosten für die Installation von 8 digitalen Zeitschaltuhren für die Straßenbeleuchtung. Wenn denn die Straßenbeleuchtung dezental gesteuert wird, sollten ebenfalls auch Dämmerungsschalter installiert werden, um nicht erforderliche Brennzeiten zu verhindern.

Fazit zu allen Punkten: in Bendestorf sind aktuell zahlreiche Veränderungen geplant, die für die Gemeinde zu zusätzliche Geldeinnahmen und auch zum Zuzug junger Familien führen soll.

Wenn Sie Fragen zu Bendestorfer Themen haben, dann wenden Sie sich gern direkt an mich (helmut.luellau@t-online.de).

Alle Abbildungen waren Bestandteil der Sitzungsvorlagen und wurden teilweise mit Informationen aus Google Maps kombiniert. Die alte Ansicht des Gasthaus Kurth wurde einer zeitgenössischen Ansichtskarte entnommen.

Nachtrag wegen der mehrfachen Nachfrage: aussagefähigere Illustrationen für den geplanten Bau am Standort des jetzigen Gasthaus Kurth – zur Verfügung gestellt vom Architekturbüro Brauer:

 


NL#248 – Gestern im Gemeinderat (Kunstpfad – Jesteburg Touristik – Kita)

Gestern haben wir uns zu einer Gemeinderatssitzung getroffen. Wir = die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, UWG/FDP und einige Gäste im Zuschauerraum des Schützenhauses.

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NL#247 – Gestern in der Klausursitzung – Schule.

Die Fraktion trifft sich auch manchmal am Samstag oder Sonntag. Wir diskutieren dann jenseits der konkreten Tagesordnungen kommender Ausschüsse. Wichtig ist für uns, Gesamtzusammenhänge erkennen und verfolgen zu können und mittel- und langfristige Perspektiven einzunehmen. Was ist das Beste für unsere Dörfer? Was ist überhaupt steuerbar? Welche Entwicklungen kommen von außen auf uns zu und bewirken genau was? Den Rest des Beitrags lesen »


NL#246 – Kein guter Plan: der Neubau des Samtgemeinde-Bauhofes in Bendestorf

Muss die Gemeinde Jesteburg wegen der Kostenexplosion bei den Bauhofleistungen die Grundsteuer erhöhen oder freiwillige Leistungen kürzen? Diese Frage diskutierten die Mitglieder des Finanz- und Controllingausschusses der Gemeinde Jesteburg auf ihrer letzten Sitzung. „Die Übertragung der Aufgabe Bauhof auf die Samtgemeinde ist für die Gemeinde Jesteburg deutlich teurer als der bisherige Betrieb des eigenen Bauhofes an der Schützenstraße“, fasst die Finanzausschuss-Vorsitzende Cornelia Ziegert (SPD) die Ausschussberatungen zusammen. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#245 – Wir brauchen ein Schulentwicklungsgebiet.

Cornelia Ziegert ist Vorsitzende der SPD-Fraktion im Samtgemeinderat Jesteburg

Das Reitplatzgelände in Jesteburg sollte als Sondergebiet für Schulerweiterungsbauten und Kindertagesstätten im Eigentum der Gemeinde Jesteburg verbleiben. Das ist die Forderung der SPD-Fraktionen im Gemeinderat und Samtgemeinderat Jesteburg. Und grundsätzlich: den Verkauf kommunaler Grundstücke lehnen wir ab, eine Überlassung gemeindeeigener Flächen an Privatinvestoren kommt aber natürlich im Rahmen von Pacht- oder Erbpachtverträgen in Frage (zur Sinnhafigkeit von erbpachtverträgen in diesem Kontext siehe auch Handelsblatt vom 28.03.2019). Den Rest des Beitrags lesen »


NL#243 – Gestern im Bauausschuss (Itzenbüttel, Zirkusgrundstück, Reitplatzgelände)

Die Abende werden wieder kürzer, die Ferien liegen hinter uns. Und nach der Sommerpause geht es jetzt weiter mit den Gremientagungen, auf denen die Entwicklung unserer Dörfer geplant und umgesetzt wird.

An vielen Stellen im Ort gehen die Bauvorhaben voran (Famila, Försterhus, hinter der alten Post, …). Auch die Vorhaben in Itzenbüttel reifen. Für das Böttcher-Grundstück gibt es erste Vorentwürfe für den B-Plan, bei Hof&Gut (war gestern noch nicht dran) konkretisieren sich die Pläne.

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NL#242 – Nun aber! – Für eine sinnvolle Bebauung der Brettbeekskoppeln.

 

angelika_schiro

Angelika Schiro ist Vorsitzende der SPD-Fraktion im Gemeinderat Jesteburg

Seit 2014 sprechen wir darüber, im Mai 2015 haben wir in Jesteburg beschlossen, dass wir das gemeindeeigene Grundstück an den Brettbeekskoppeln bebauen wollen. Nun sollten wir auch mal zur Umsetzung entscheiden. Den Rest des Beitrags lesen »