NL#178 – neu: Feuerwehrgerätehaus Jesteburg

Der Feuerwehrausschuss gestern hatte wenig Highlights, dafür aber das Angebot einer Begehung des neuen Jesteburger Feuerwehrgerätehauses – der Einladung sind einige Ratsmitglieder gerne nachgekommen. Ortsbrandmeister Jo Röhrs führte mit seinen Kollegen durch die neuen Räume und lieferte die dazu passenden Informationen.

Unumstritten war das Gebäude nicht – lange Diskussionen waren im Samtgemeinderat und in den Ausschüssen geführt worden. Hauptthema: der Umfang des Baus (im Verhältnis zum jetzt alten Feuerwehrgerätehaus) und die damit verbundenen Kosten. Als mögliche Streichposten wurden die Waschhalle und der zusätzliche Stellplatz in Betracht gezogen, dagegen hatten sich nicht nur die aktiven Feuerwehrmänner und –frauen gewehrt, sondern auch der überwiegende Teil des Samtgemeinderats hatte dafür plädiert die richtige Arbeitsumgebung für die freiwillige (!) Feuerwehrarbeit zu schaffen und zukunftsorientiert zu denken und nicht den Fehler beim Bau des letzten Feuerwehrgerätehauses zu wiederholen und nicht eine später doch notwendige Ausweitung zu antizipieren (im alten Gebäude waren bereits 3 Jahre nach der Errichtung zu wenig Stellplätze vorhanden).

3,85 Mio.€ betrugen schließlich die Gesamtbaukosten auf dem gemeindeeigenen Grundstück, mehr als bei der ersten Aufstellung erwartet. Grund für den Kostenanstieg – ursprünglich wurde von 450.000 € weniger ausgegangen – waren gestiegene Baukosten nach dem Investitionsbeschluss und Erfordernisse des Grundstücks (die Entsorgung des Oberflächenwassers / die Errichtung eines sog. Staukanals unterhalb des Parkplatzbereichs). Das neue Feuerwehrgerätehaus ist die größte Einzelinvestition, zu der die Samtgemeinde jemals entschieden hat. Die Planung lief konstruktiv in einer AG ‚Feuerwehr‘ mit Mitgliedern der Gemeindefeuerwehren, dem damaligen Gemeindebrandmeister Michael Matthies und Mitgliedern des Feuerschutzausschusses. Der Samtgemeinderat hatte nach langer und intensiver Beratung im Oktober 2015 mehrheitlich sein ok gegeben. Im September 2016 war Grundsteinlegung – nun wird etwa ein Jahr später der Neubau bezogen werden – dann auch kurzfristig bei einem angekündigten ‚Tag der offenen Tür‘ ganz Jesteburg eingeladen, sich selbst ein Bild vom neuen Arbeitsplatz der Freiwilligen Feuerwehr zu machen (bei der Gelegenheit: schauen Sie mal hier, was es auch gibt: die Unfreiwillige Feuerwehr in Friedrichstadt).

Das haben wir beim Rundgang gesehen: funktionale Räume für die Jugendfeuerwehr und für die Aktiven, feuerwehrrote Spinde, zwei Teeküchen, die über eine Spende finanziert wurden, zwei Schulungsräume (der große imposant mit fast 180 qm). Das Kernstück: die Fahrzeughalle mit 7 Stellplätzen und moderner Technik, guten Zugangsmöglichkeiten zu den Lager- und Werkstattflächen. Werkstatt, Unterrichtsraum und Waschhalle werden auch ohne Anmeldung von den anderen Wehren der Samtgemeinde genutzt werden.

Wir freuen uns mit den Feuerwehrleuten der Samtgemeinde. Wir dürfen sehr zufrieden sein mit diesen professionellen Rahmenbedingungen.

Hier die Bilder dazu:

Schmuckstück am Ortseingang – das neue Feuerwehrgerätehaus.

der große Schulungsraum, noch unmöbliert

Feuermelder bei der Feuerwehr

die Waschhalle

7 Stellplätze

jedem sein Spind – mit Wertfach und Helmablage.

sichtbar in Beton gegossen: das Jahr der Vollendung


NL#177 – Gestern im WTKA – Dorffest: 2. September?

Die Chance ist jetzt tatsächlich groß, dass in diesem Jahr in Jesteburg wieder ein Dorffest stattfinden wird. Dem Organisationsteam Maack-Otte-Burmeister („Seza & die Jungs“) bot sich gestern die Möglichkeit sein vorläufiges Konzept vorzustellen und sich um einen Finanzzuschuss der Gemeinde zu bewerben.

Dorffest = Jesteburg feiert sich und Jesteburg feiert zusammen. Große Bühne, Musik für gute Stimmung, ein Nachmittagsprogramm, das viele Interessen trifft und die aktive Teilnahme möglichst vieler Gruppen und Vereine aus unserem Dorf. Und alles bei bestem Wetter natürlich. So müssen wir uns das vorstellen.

Wenn der Zuschuss endgültig genehmigt wird (im nächsten VA) ist der nächste Schritt der große Runde Tisch mit allen möglichen Mitmachern. Und dann die konkrete Planung und Vorarbeit. Und – das gehört auch dazu – die Absicherung der Finanzen, das Sicherheitskonzept, die Organisation notwendiger Infrastruktur. Es geht los! (und für 2018 übernimmt dann Thaleia).

Was gab es sonst in der Sitzung?

  • Einen Bericht zur wirtschaftlichen Situation der Jesteburg-Touristik. Souverän vorgetragen von der zuständigen Mitarbeiterin Inga Albers; der Slogan ‚Jesteburg – zwischen Hamburg & Heide‘ gefiel spontan. Die Zahlen können noch besser sein, sind aber auf einem guten Weg (Provisionen aus Übernachtungsvermittlungen z.B. 10.000 € – und natürlich zusätzliche Steuereinnahmen aus den ~ 100.000 € Umsatz der Vermieter).
  • Eine Information zur noch steigerungsfähigen Nutzung des Heideshuttles am Bossard (133 Ausstiege zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober).
  • Eine Beiordnung von Henning Erdmann vom Gewerbekreis als sachkundiger Bürger im Gremium WTKA (gilt nach Bestätigung durch den Gemeinderat). Glückwunsch!
  • Der Beschluss zu einem großen Workshop zum Thema ‚Einzelhandel und Gewerbe‘, der Ideen auch für die Diskussion in der Ratsklausur (Mittte Juni) liefern soll – auf diesen Workshop wurden dann auch die Ausschuss-Themen ‚City-Manager‘ (Bernd Jost benennt um in ‚Dorf.-Entwicklungs-Planer‘ = DEP) und ‚Ausweitung weiterer Gewerbeflächen‘ verschoben, macht ja Sinn.
  • Der Kunstpfad startet jetzt aller Voraussicht nach am 22.06.; zu diesem Thema gab es die erwartbaren konträren Positionen. Auch das Thema ‚Jesteburg als Ort der Kunst‘ wird sicher ganz grundsätzlich auf der kommenden Ratsklausur angesprochen werden
  • Und einige eigentlich überflüssige Anträge – wir konnten feststellen, dass in dem einen oder anderen Fall ein Anruf bei der Verwaltung uns viel Zeit gespart hätte. Weil er geklärt hätte, dass die beantragten Themen (Tourist-Info-Schild an der Lisa-Kate, Öffnungszeiten der öffentlichen Toilette (immerhin haben wir dabei was über den ‚Euro-Schlüssel‘ gelernt, der Behinderten europaweit Zugang zu öffentlichen Toiletten verschafft)) bereits in Arbeit sind. Einige aus formalen Gründen zurückgezogene Anträge gab es auch. Und einen, sagen wir ‚schwurbeligen‘ um ein neutrales Attribut zu verwenden, Antrag zu Brauchtumsfeuern, der wahrscheinlich der rechtlichen Grundlage entbehrt aber auch anderweitig problematisch empfunden wurde und einen Ratsherren sogar veranlasste gar nicht an der Abstimmung dazu teilzunehmen.

NL#176 – Schulwegsicherung in Bendestorf

Alles nicht so einfach und alles nicht so schnell. Um hier mal einen Eindruck zu geben, wie lange es dann doch dauert bis eindeutige Entscheidungen des Gemeinderats umgesetzt werden können: hier der letztendlich geglückte Versuch einer verbesserten Schulwegsicherung in Bendestorf.

Schulkindern (und andere Menschen) sollen die Kleckerwaldstraße auf der Höhe Bardal  / Im Alten Dorfe sicher überqueren. Deswegen hatte die Gruppe BWG/SPD im Bendestorfer Gemeinderat am 11.02.2015 beantragt, dass die Gemeinde beim Landkreis einen  Antrag für die Errichtung einer Bedarfsampel an dieser Stelle stellt. Zweiter teil des Antrags: da der Landkreis die Kosten hierfür nicht übernimmt, sollten diese in den Haushalt 2016 eingestellt werden.

Am 30.06.2015 hat der Rat das dann einstimmig beschlossen.

Vom Landkreis wurden für die Errichtung der Ampel Kosten in Höhe von € 25.000 zuzüglich € 1.000 Stromkosten pro Jahr veranschlagt. Diese Kosten wurden dann entsprechend im Haushalt 2016 berücksichtig und der Landkreis wurde mit der Errichtung der Ampel beauftragt. Zwischenzeitlich waren die Kosten ganz erheblich, nämlich auf € 40.000 gestiegen (warum aus dem Landkreis so wenig zutreffende Informationen kommen bleibt ein Rätsel). Der Rat wurde  in der Sitzung vom 28.02.2017 hiervon in Kenntnis gesetzt – die Mehrkosten wurden einstimmig überplanmäßig genehmigt. Erfreulich: an den Kosten hat sich der Verein Lütte Lüüd e.V. beteiligt.

Nach über zwei Jahren konnte jetzt am 14.03.2017 die neue Ampel in Betrieb genommen werden. Sie ist jetzt auf dauergrün geschaltet. Erst bei Bedarf schaltet sie um auf ‚rot‘ und die Fußgänger erhalten ‚grün‘ für die Überquerung der Straße. Die Ampel soll wenig Strom verbrauchen, daher wurde zur Einführung diese Schaltung gewählt. Es besteht außerdem auch die Möglichkeit, dass die Ampel erst bei Bedarf eingeschaltet wird (sog. ‚Dunkelampel‘). Es ist abzuwarten, welche Art der Schaltung für die Zukunft die sinnvolle ist.

Einen weiteren Gefahrenpunkt gibt es im Harmstorfer Weg vor der Schule. Aktionen der Sonnenschule „zu Fuß zur Schule“ führten leider nicht zu dem gewünschten Erfolg. Es wird diskutiert, ob temporär eine Einbahnstraßenregelung eingeführt werden soll. Hiermit  wird sich der Fachausschuss am 9. Mai befassen. Auch hier wird es zu einer praktikablen Lösung im Sinne der Schulwegsicherung kommen.


NL#175 – Gestern im Gemeinderat – fast hätten wir uns nur mit uns selbst beschäftigt …

Es ging gestern viel um die Geschäftsordnung und die Satzung, die der Gemeinderat sich selbst gibt, die alles regelt: die übliche Tagesordnung, Rechte und Pflichten der Ratsmitglieder, Protokoll-Standards, … – alles hat seinen Rahmen und wird auf Basis der grundsätzlichen Vorgaben des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes geregelt. Und eben immer wieder aktualisiert. Das stand gestern auf der Tagesordnung.

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NL#174 – Gestern im Bauausschuss (Sandbarg-Center – Update Lüllau – Tempolimit)

Das Hauptthema im Ausschuss gestern war sicher die Planung des Winsener Architekten Salvers, der – als Alternativentwurf zum (laufenden) Famila-Projekt – ein umfassendes Konzept zur Erschließung der bisher nicht bebauten Fläche oberhalb der Bahn vorlegt: das sogenannte ‚Sandbarg-Center‘. Es handelt sich dabei um einen umfassenden Entwurf, der, würde er umgesetzt, unser Dorf sicher grundlegend verändern würde.

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NL#173 – Film-Halle A1 kann abgerissen werden – Ein denkwürdiger Erfolg des Gemeinderates von Bendestorf am Dienstag, 28. Februar!

hjbBürgermeister Brink hatte mal wieder Recht, als er die Sitzung des Gemeinderates in Bendestorf als „historisch“ bezeichnete. Das war sie, aber nicht für jeden Teilnehmer in dem Sinne, wie es der Bürgermeister gemeint hatte.

Historisch einmalig war die Sitzung gleich zu Beginn mit einem Verfahrenstrick: Ratsfrau Heidemarie Nemitz (CDU) erklärte sich zwar als befangen und stellte, bevor sie vom Ratstisch ging, doch noch schnell einen Antrag: Die Bürgerfragestunde solle vom Beginn der Sitzung  hinter den Beschluss zum Tagesordnungspunkt „B-Plan Schierenberg“, das ist das Filmgelände, gelegt werden.

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NL#172 – Gestern im Gemeinderat: Skateranlage, Ampel, Haushalt

rat_crDie Top-Diskussionspunkte gestern im Gemeinderat waren:

  • Der Antrag zur Erstellung einer Skateranlage neben dem Schwimmbad
  • Und – nochmal – die Aufstellung einer Fußgängerampel an der Einmündung Schierhorner Strasse.

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