NL#234 – Barbara Hendricks im Heimathaus

Der Abgang war zu zackig, zugegeben. Aber die ehemalige Bundesministerin Barbara Hendricks, die uns gestern in Begleitung von Svenja Stadler in Jesteburg besucht hatte, kam gerade erst quasi just-in-time aus Berlin zu uns ins Dorf und sie musste da auch wieder hin, also nach Berlin. Noch an dem Abend.

Und deswegen, und weil sie ja auf jede Frage auch eine ausführliche und fachkundige Antwort gefunden hatte und weil immer noch Menschen mit Fragen im Raum waren wurde es am Ende knapp und dann hektisch. Aber da bitten wir um Verständnis, hatten das ja eingangs auch angekündigt.

Viel haben wir erfahren an dem Abend. Zum Werdegang und den Rahmenbedingungen des Pariser Abkommens, das Barbara Hendricks für Deutschland verhandelt hat, zu den unterschiedlich großen ökologischen Fußabdrücken –  der Unterschied besteht nicht nur zwischen armen und reichen Ländern sondern auch zwischen armen und wohlhabenden Menschen/Konsumenten. Zur Sinnhaftigkeit schwerer Autos mit noch schwereren Batterien, zum Artensterben und vor allem auch zum Tempo der Umsetzung in der Klimapolitik. Da gab es keinen im Heimathaus, dem das zu schnell ist, was da passiert. Und das waren dann auch die Stimmen aus dem Publikum: in Worte gegossene Ungeduld und allgemeine Sympathie mit den auf der Straße protestierenden SchülerInnen und StudentInnen.

Barbara Hendricks wies darauf hin, dass es auch zählbare Erfolge gibt: die Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 32% beispielsweise, aber sie konstatiert auch: 40% waren die eigentliche Zielsetzung. Warum das alles nicht schneller, radikaler und mit stärkeren Verboten bzw. besser: Anreizen vorangetrieben werden kann? – eindeutige Antwort: weil es dazu eben keine politischen Mehrheiten gibt. Und über dieses Thema kommen wir dann noch zu Insights aus der Regierungspolitik, eine Bewertung der Arbeit des aktuellen Bundesverkehrsministers Scheuer (CSU), der aus unserer Sicht ganz klar die falschen Ziele verfolgt, jedenfalls nicht die dringend notwendige Verkehrswende. Und wir lassen uns auch nochmal aus erster Hand erzählen, wie es vorletztes Jahr dazu kam, dass der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Alleingang und gegen die Meinung der Bundesregierung die weitere Zulassung von Glyphosat mitgetragen hat.

Um die Umgestaltung der Städte ging es noch, Umweltschutz allgemein als europäisches Thema und die Chancen Deutschlands Vorreiter bei der technischen Entwicklung im Zuge der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinien (ErP) zu werden.

Alles in allem: ein hochinteressanter Vortrag, sicher zu wenig Zeit für eine tiefere Diskussion der vielen angesprochenen Aspekte, aber ein starker Impuls durch den Besuch der hohen Politik im Heimathaus in Jesteburg.

Statt Blumen gab es am Schluss für Frau Hendricks Gutes aus der Ortsmitte: Pralinen vom nussMÄTHchen. Passt besser in die Handtasche.

Allen, die da waren: nochmal besten Dank für die rege Beteiligung – und bis zur nächsten Veranstaltung!

Hier noch der gestern angesprochene link zu Rede von Barabara Hendricks gegen den AfD-Antrag zur Abschaffung der gleichgeschlechtlichen Ehe: https://www.youtube.com/watch?v=BSXjVOH75Tk.


NL#233 – Gestern im Gemeinderat (Funkturm, Sammelcontainer, Verkehr)

Es ging etwas tumultartig los in der gestrigen Gemeinderatssitzung. Die Ratsmitglieder, zumindest die, die im Verwaltungsausschuss Sitz und Stimme haben, hatten in der vergangenen Woche erfahren, dass die Telekom die Errichtung eines Funkturms am Reindorfer Osterberg plant. Und zwar hatten sie das nur deswegen mitbekommen, weil das Grundstück, das als Standort vorgesehen ist, der Gemeinde gehört und deswegen ein Pachtvertrag abzuschließen wäre.

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NL#232 – Barbara Hendricks zu Umwelt, Klima & Europa – am 5. April um 19:30h im Heimathaus.

Foto (c) S.Knoll

Gute Politik für „grünes Wachstum“

Da funktioniert Europa gut: eine Umweltunion ist die EU schon seit langem! Umweltschutz ist in den EU‑Verträgen fest verankert und hat damit praktisch Verfassungsrang. Und es ist unsere Pflicht: wir müssen unsere Umwelt genauso in Ordnung halten und bringen wie unseren Haushalt und die Finanzen. Die Schülerinnen und Schüler der ‚Friday-for-Future‘-Bewegung erinnern uns gerade massiv daran!

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NL#227 – Das war 2018 – der Jahresrückblick unseres Samtgemeindebürgermeisters

Gerne bieten wir auch hier die Plattform für den Jahresrückblick unseres Samtgemeindebürgermeisters Hans-Heinrich Höper, der seinem Resumee folgendes chinesisches Sprichwort voranstellt:

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“

Wofür steht das Jahr 2018? Was bleibt in Erinnerung? Der tolle Sommer? Die vergeigte Fußballweltmeisterschaft? Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen, dass Sie viele schöne Erlebnisse in diesem Jahr hatten und diese Sie in das nächste Jahr tragen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie viele persönliche Kontakte und Gespräche hatten und nicht nur in den sozialen Medien unterwegs sind. Die Beiträge in den sozialen Medien bestimmen immer mehr das Meinungsbild, bis hin zu einer gefährlichen Meinungsmache. Die vielen positiven Dinge geraten dabei leider oft in den Hintergrund. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#216 – Meinungsaustausch (4) – Aufenthaltsqualität in Jesteburg.

Oh, vielen Dank! Noch mehr Feedback! Es wird wohl etwas dauern mit der Beantwortung 😉

Hier mal eine alte Aufnahme unserer Hauptstrasse (20er Jahre) – über die aktuelle Gestaltung  der Ortsmitte sollen hier noch ein paar Informationen fließen.

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NL#215 – Meinungsaustausch (3) – Famila etc.

Zu den letzte Woche angesprochenen Themen gab es reichlich Feedback, direkt per email und in den digitalen Netzwerken.

Und klar, Einige sehen Einiges auch anders. Und mancher Austausch bringt einen ja auch auf neue Gedanken. Will sagen: beim ‚Meinungsaustausch‘ tauscht man ja auch was aus, zum Bsp. einen Teil der bisherigen eigenen Meinung gegen einer neue Perspektive. Oder so. Sollte uns allen noch so gelingen.

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NL#214 – Was macht die Politik am Ort? – Meinungsaustausch (2)

Vor der Sommerpause hat Uwe H. auf Facebook ganz pauschal gefragt: „was hat denn die Jesteburger Politik in den letzten Jahren überhaupt hinbekommen?“ – und in der Frage klang mit, und so wurde das von Mitdiskutanten auch aufgefasst (und in dem den sozialen Medien eigenen Kommunikationsstil auch verschärft und, sagen wir, etwas überzeichnet): nicht viel, oder?

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