NL#274 – Gestern im Gemeinderat (… steckt viel Kunst drin …)

mum fotografiert Kerstin Witte und Udo. das Bild ist in Kürze im Wochenblatt zu sehen

Es gibt ja immer wieder mal Themen, die sensationeller abgehandelt werden und mehr Möglichkeiten bieten sich inhaltlich und überhaupt zu verlaufen (z.B. auch gerne volldampf hinein in Sackgassen) als andere. In Jesteburg ist das immer wieder die Kunst. Und als es gestern um das Kunstpfad-Projekt ging war sicherlich das meiste Adrenalin im Raum. Wenn Adrenalin zum Zuge kommt, dann führt das u.a. zu einer Erhöhung der Atemfrequenz und einer Beschleunigung des Kreislaufs, die Pulsfrequenz und der Blutdruck steigen entsprechend an.

Das alles konnten wir gestern gut beobachten – tatsächlich im Ansatz bei fast allen Diskutanten, besonders aber bei den Projektgegnern.

(Kommunal)politik – und der generelle Einschub sei hier gestattet – heißt doch die Dinge vor Ort ordnen und entwickeln, dabei den Bürger*innen zuhören und Entscheidungen erläutern, repräsentativ für Mehrheiten und Minderheiten zu entscheiden – aber am Liebsten nicht populistisch auftreten – denn das hilft im besten Fall einer zugespitzen Darstellung einer Problemlage und der Befriedigung des eigenen Egos; aber: die Nebenwirkungen des Populismus sind dialogverhindernd und sicher nicht gesellschaftsdienlich. Es ist eben nicht richtig (aber anscheinend attraktiv für die Berichterstattung im Wochenblatt) blind für das große Ganze zu sein und lediglich von Thema zu Thema zu hüpfen. Sich als Freund des kurzen Gedankens zu outen. Eigentlich hatte es ein Bürger in der üblichen Fragestunde schon auf den Punkt gebracht: „es soll um die Maximierung des ‚wir fühlen uns alle wohl‘ gehen“; das muss die Richtung vorgeben!

Der Hintergrund: beschlossen wurde im Wirtschafts- Tourismus-, Kulturausschuss („WTKA“) vor 14 Tagen mit den Stimmen der SPD und der Grünen, dass die Gemeinde für das länger schon vor sich hin wartende und tatsächlich ja immer wieder kontrovers diskutierte ‚Kunst- und Naturpfad-Projekt‘ ein Moratorium schafft – also: sich noch mal Zeit nimmt, um mit professioneller Unterstützung über eine projektierte örtliche Akademie-Veranstaltungsreihe – „Bürger*innen-Akademie für Kunst in öffentlichen Räumen“ – zu überprüfen, ob wir (nicht: dass wir) ein solches Projekt umsetzen wollen. Es geht dabei ganz ausdrücklich um die „Schaffung einer breiteren gesellschaftlichen Basis“ und darum „Akzeptanz, Interesse und Identifikation [zu] fördern“ –> steht im dem Ausschuss vorgelegten Konzept. Es wurde mit Thomas Kaestle* ein professioneller und anerkannter Moderator (und ja, da hat die FDP recht – ganz so moderat war er in der Beurteilung der Lage dann nicht, aber er hat auch seine politische und gesellschaftliche Wachheit bewiesen s.u.) gefunden, der jetzt mit den Menschen in unserer Gemeinde arbeiten will, um Wertschätzung für Kunst im Raum zu schaffen (und ja, vor dem Hintergrund ist es natürlich nicht schön, dass dieses Themenfeld von der, sagen wir ‚unglücklichen‘ Umsetzung der Straßenmalerei geprägt ist).

So weit so gut? Mittlerweile immer gut vorhersehbar ist ja dann regelmäßig, was die regionale Presse aus so einem Thema macht. Im Wochenblatt vom 4.07. beginnt der Artikel mit der Fragestellung, ob es sich um Verschwendung von Steuergeldern oder ein Pilotprojekt handelt und suggeriert dann, dass es natürlich ersteres ist.

Dazu muss man sich halt auch bekennen, das mache ich hier mal ganz eindeutig: Ja, für Kunst & Kultur soll selbstverständlich (Steuer-)Geld ausgegeben werden, wir brauchen Kunst – und wir brauchen vor allem auch ein weites Verständnis dazu – einen umfassenden Kunstbegriff. Keine Engstirnigkeit.

Wir brauchen auch einen Schützenverein, einen Tennisclub, einen Heimatverein, Sport- und Reit-Möglichkeiten, eine Kirchenjugend und viele Gruppen mehr, um Räume für den sozialen Austausch und die Entwicklung unserer Identität zu schaffen. Und für Letzteres brauchen wir neben vielem anderen z.B. auch Reetdächer in unserer Ortsmitte. Und für all diese Themen geben wir Steuergelder – zum Teil in erheblicher Größenordnung aus. Zurecht, und nach möglichst inhaltlich orientierten Debatten. „Ich bin und bleibe ein überzeugter Vertreter der repräsentativen Demokratie. Von government by shitstorm halte ich nichts“ sagt Theo Sommer in der Zeit (Juni 2020) und dem schließe ich mich mit voller Überzeugung an.

Und über Kunst stimmen wir ab?

Da hat sich das Wochenblatt meines Erachtens kräftig verrudert. Hatte Sascha Mummenhoff („mum“) in seinem Kommentar am 4.07 noch darauf hingewiesen, „dass das Projekt eine Chance verdient hat“. Und er schreibt auch: „Jesteburg hat eine Kunst- und Kulturszene, vermutlich die größte des Landkreises“ (voilà!), dann wird in gleichem Atemzuge und gleich nach der „Haltet-den-Dieb!“-Steuerverschwendungswarnung zu einer Abstimmung aufgerufen.

Das Ergebnis, wird dann in der neuen Ausgabe geschrieben, ist 77%:23% und, das wird vorausgeschickt, „sicher nicht repräsentativ“ – soll aber trotzdem als Diskussionsgrundlage und Bestandteil des kulturpolitischen Glaubensbekenntnisses verstanden werden?

Wir diskutieren immer und gerne. Aber dass wir über Belange und Interessen von Minderheiten abstimmen lassen sollen ist schon als Forderung eine Grenzüberschreitung und demokratiegefährdend. Oder glaubt das Wochenblatt (ewig im Schulterschluss verbunden (Kumpanei- und Klüngelverdacht ;-)) – die Herren Mummenhoff & Siede), dass wir bei einer Abstimmung zur Frage, ob der Schützenverein Unterstützung bekommen soll, ob wir dem Tennisclub was für die Terrasse dazu zahlen (10.000 €), oder die Flutlichtanlage (20.000 €) ob wir ein Rockkonzert bezuschussen sollen (2.000 €) oder einem Privatmann bei der Renovierung seines Reetdachs (20.000 €) finanziell unter die Arme greifen – ich bin da mit allen Förderungen ohne Einschränkung einverstanden! … dass wir aber bei solchen Abstimmungen eindeutige Mehrheiten für die Ausschüttung (zum Teil ja erheblich höherer Summen als die für das aktuelle Projekt veranschlagten Kosten) rechnen dürfen? Es soll ja sogar Leute geben, die besser nicht so viel Geld für die Feuerwehr ausgeben wollen … solange es nicht brennt.

Ich verweise zu diesem Thema auch gern auf unser Statement aus 2016.

Die Aussprache zum TOP, wie gesagt, war Hormon-getrieben. Höhepunkt die Forderung der UWG nach einem Bürgerenscheid (auch eine seltsame Vorstellung: dass ein Bürgerentscheid über eine Ratsfraktion initiiert werden soll). Und die Schmerzschwelle war bei der CDU unerfindlicherweise nicht gesunken sondern gestiegen und aus diesem Zustand wurde anscheinend ein Verschiebe-Antrag geboren und notdürftig mit dem Ruf nach mehr Wettbewerb begründet. Dazu gab es bei uns Unverständnis, weil das beabsichtigte Projekt ja gerade dazu führen soll, dass Dampf abgelassen und die gewonnene Zeit sinnvoll genutzt wird – mit den oben beschriebenen Zielsetzungen. Und es gab noch einen hilflosen Versuch der UWG, die CDU ganz auf Ihre Seite zu ziehen. Das ging dann aber irgendwie im dann folgenden Gelächter unter. Übrigens: zur Korrektur des aktuellen Wochenblatt-Artikels war es dem neuen CDU-Vorsitzenden und seit gestern auch Ratsmitglied (Nachfolge Kerstin Witte) Dr. Reinhard Feldhaus wichtig festzustellen, dass die dort wiedergegebenen Äußerungen so nicht zutreffend sind; auch CDU-Mann Bernd Jost („ich halte mich kurz“) findet sich im Wochenblatt falsch zitiert.

Abgestimmt haben wir dann für einen sofortigen Start des Projekts – denkbar knapp und begünstigt durch eine Enthaltung bei der CDU. Das Ergebnis zeigt, wie polarisierend die Thematik ist. Die Hoffnung bleibt, dass wir eine gemeinsame Zielsetzung im Dorf für eine erfolgreiche Umsetzung finden. Wir werden genau dafür arbeiten. Das Thema beschließe ich mit dem Zitat (Johannes Rau!), das auch Hr. Kaestle seinen Ausführungen (s.u.) voranstellt: „Kultur ist nicht die Sahne auf dem Kuchen, sondern die Hefe im Teig„. Wir müssen das Thema aus der Zugluft bekommen – daran sollten sich alle beteiligen.

Und jenseits der Kunst? – Diverse Tagesordnungspunkte waren aus unterschiedlichen Gründen gestrichen worden. Das Grundstück Brettbeekskoppeln („Zirkusgrundstück“) wurde noch nicht an die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft übertragen, die Abwägung und die Satzung nicht abgestimmt, weil es da noch echte Unklarheiten bei der geplanten Zuwegung gibt (wir wollen: nicht über Uulenlock, sondern über Schaftrift); das kommt also noch mal in den Fachausschuss.

konzentriert auf Abstand: Udo Heitmann (Bürgermeister), Henning Oertzen (Gemeindedirektor), Gudrun Behrens (Verwaltung), Cornelia Ziegert (SPD), Angelika Schiro (SPD)

Für den Reitverein haben wir für Sicherheit gesorgt: die für die Fertigstellung noch notwendigen 80.000 € werden in einer Kombination von 50.000 € als Zuschuss und 30.000 € als Kredit bereitgestellt (so durchgesetzt von SPD und Grünen) – damit können jetzt die Außenanlagen fertig gestellt werden und Veranstaltungen – wie z.B. das Maimarktturnier – stattfinden.

Und eine Querungshilfe beim Penny bringen wir auf den Weg, aber nicht gleich (das hätten wir befürwortet, weil wir dann für die Gemeinde den MwSt.-Vorteil hätten mitnehmen können). Die UWG wollte die Maßnahme komplett beerdigen, hat dafür aber keine Freunde außerhalb der eigenen Gefolgschaft gefunden.

Auf der Tagesordnung standen dann noch Bushalte-Wartehäuschen, eine Freibad-Pandemie-Regelungen, Mitfahrbänke und eine Willenserklärung für die Ratspost – möglichst neutrale Informationen direkt aus der Verwaltung an alle Bürger*innen. Diese Information ist gewollt, kommt aber mangels freier Kapazitäten in der Verwaltung derzeit nicht in die Umsetzung.

Und eine neue zweite Stellvertreterin für Bürgermeister Udo Heitmann haben wir einstimmig bestätigt – (Britta) Witte folgt auf (Kerstin) Witte.

Was mich interessiert? – natürlich auch Ihre Meinung zu allen Themen, zu denen wir Ihnen hier regelmäßig berichten. Nehmen sie gern den Kontakt auf (steffen.burmeister@gmx.de)!

* –  Herr Kaestle hat inzwischen auch eine fundierte Meinung zur Lage. Hier nachzulesen http://jesteburg.art

NL#273 – Gestern im Bauauschuss, (fast) alles Bahnhof.

Zwei gewichtige Themen hatten wir gestern auf der Tagesordnung des Bauausschusses: die Bebauung des ‚Zirkusplatzes‘ gegenüber Famila und die Richtungsentscheidung für die Sandbargfläche – die Frage nach dem Standort eines möglichen und sehr wahrscheinlichen zukünftigen Jesteburger Bahnhofs. Zur Diskussion trafen sich die Ausschussmitglieder
(damit Sie die auch alle auf dem Zettel haben: es sind neben der Ausschussvorsitzenden Britta Witte (CDU) die Kollegen Kalle Glaeser (Grüne) und Tim Pansegrau (UWG) sowie aus unserer SPD-Fraktion Cornelia Ziegert und Steffen Burmeister – als stärkste Fraktion im Gemeinderat dürfen wir zu zweit 😉).Im Ausschuss werden bekannterweise die Themen vorbesprochen, aber nicht entschieden. Es wird dann aus dem Ausschuss eine Empfehlung an den VA oder den Gemeinderat gegeben. Das war also gestern unsere Aufgabe, und der sind wir nach einer durchaus kontroversen Auseinandersetzung auch nachgekommen. Um die Ergebnisse vorweg zu nehmen:

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NL#269 – Gestern im Gemeinderat (haufenweise Bau-Themen … und nicht fertig geworden!)

Mit längerem Anlauf und der üblichen Vorberatung in diversen Ausschüssen hat sich gestern der Gemeinderat getroffen, um Wichtiges zu besprechen und zu entscheiden. Besonders war gestern, dass wir zunächst in einer Schweigeminute und mit einer kurzen Ansprache unseres Bürgermeisters Udo Heitmann an den gerade verstorbenen Alt-Bürgermeister Wilhelm Frommann gedacht haben, der in der vorvergangenen Woche im Alter von 88 Jahren verstorben war und dem eigentlich ein ‚großes Begräbnis‘ zugestanden hätte. Wegen seiner Verdienste um die Gemeinde, den Kreistag und die Gesellschaft im Allgemeinen, durch sein umfassendes ehrenamtliches Engagement in den 80er und 90er Jahren. Lange her, doch für viele von uns noch präsent. Und Wilhelm Frommann hat auch bis zuletzt noch regen Anteil genommen an der Entwicklung des Dorfes. Zum Beispiel an der Entstehung der Oberschule, die er sehr begrüßt hat. Udo Heitmann hat für uns alle gesprochen: „in guter Erinnerung werden wir ihn behalten“. In Corona-Zeiten gibt es keine großen Beerdingungen. aber großen Respekt gibt es auf jeden Fall. Das Bild zeigt Wilhelm Frommann bei seinem Besuch des Neujahrsempfangs der Gemeinde im Januar zusammen mit Udo.

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NL#268 – Gestern im Bauausschuss (Gewerbe und Siedlung)

Vorsitzende auf Abstand: Claudia von Ascheraden (Leitung Finanzen & Organisation, Steuerung & Controlling), Britta Witte (Ausschussvorsitzende), Henning Oertzen (Gemeindedirektor)

Die Unnormalität normalisiert sich. es findet also auch wieder eine Bauausschusssitzung statt. Wir treffen uns im Schützenhaus, mit Abstand, mit – allerdings abgezählter – Öffentlichkeit, mit Themen. Ging es eigentlich um drei „Knaller“, nämlich die Bebauung des Sandbarg (im Wesentlichen: die Zielsetzung der Sicherung der Fläche für einen Bahnhof), die Erweiterung des Gewerbegebiets am Allerbeek inkl. professioneller Vermarktung der neuen Flächen und um die (Teil-)Bebauung der jetzt noch freien Fläche am Schierhorner Weg – so kam uns das erste Thema kurzfristig abhanden.

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NL#267 – Hereinbrechende Neuigkeiten: Bossard.

Zur Kunststätte Bossard: der Stiftungsrat beschließt eine weitere wissenschaftliche Aufarbeitung zu Bossard und seiner Rolle im Nationalsozialismus und beschließt des weiteren, dass die Fortführung des Förderprojektes zur Erweiterung der Kunststätte Bossard (Neubauprojekt) erstmal ruhen soll.
Hier die Mitteilung im Original:

zu einer außerordentlichen Sitzung des Stiftungsrates hatte Landrat Rainer Rempe als Stiftungsratsvorsitzender der Kunststätte Bossard am Mittwoch dieser Woche die Mitglieder des Stiftungsrates eingeladen. Anlass hierfür war die intensive öffentliche Diskussion der vergangenen Wochen zum Projekt „Bossard neu denken – Kunsthalle der Lüneburger Heide“. „Insbesondere die zahlreichen kritischen Einwände in Bezug auf die Rolle Bossards zur Zeit des Nationalsozialismus haben den Stiftungsrat bewogen, die nächsten Schritte des Projekts noch einmal neu zu überdenken. Da die weitere Auseinandersetzung mit der Rolle Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus ohnehin als Teil des Projekts geplant war, wird dieser Schritt jetzt vorgezogen“, so Landrat Rainer Rempe.

Bereits vor Jahren, zeitlich deutlich vor dem Projekt, hatte der Stiftungsrat selbst den Anstoß für die wissenschaftliche Aufarbeitung von Johann Michael Bossards Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus gegeben. Auf Bestreben des Stiftungsrates fand deshalb seit 2017 eine intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema statt, zu der neben der Leiterin der Kunststätte Bossard Dr. Gudula Mayr auch externe Wissenschaftler hinzugezogen wurden. Bei der Untersuchung wurden diverse zur Verfügung stehende Archive und Quellen berücksichtigt. Die Ergebnisse wurden in den beiden Publikationen „Johann Bossard – Texte aus dem Nachlass – Programmatische Schriften und Reiseberichte“ und „Über dem Abgrund des Nichts – die Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus“ sowie Ende 2018 auf einem öffentlichen Kolloquium dargestellt.

Da die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Themas jedoch zum Teil in Zweifel gezogen werden, hat der Stiftungsrat nun beschlossen, dass es einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema bedarf. Hierzu wird ein zusätzliches wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Rolle Bossards im Nationalsozialismus durchgeführt. „Der Auftrag dazu wird an externe Wissenschaftler vergeben werden, die nicht vom Stiftungsrat, sondern von einem externen, noch zu definierenden Gremium auszuwählen sind. Dies ist für die zukünftige konzeptionelle Ausrichtung und Akzeptanz der Kunststätte Bossard von entscheidender Bedeutung“, erläutert Rempe.

„Bis die Ergebnisse aus diesem Forschungsprojekt vorliegen, soll die Fortführung des Förderprojektes zur Erweiterung der Kunststätte Bossard ruhen“, so Andreas Sommer, stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender.

Die Entscheidung des Stiftungsrates zu diesem Vorgehen berücksichtigt auch den Wunsch der Leiterin der Kunststätte Bossard Dr. Gudula Mayr nach einer externen Evaluation ihrer Forschungsergebnisse. Die intensiven Diskussionen zu diesem Thema haben auch Dr. Mayr nicht unbeeindruckt gelassen und zu Verunsicherung geführt.

Die Fördermittelgeber und alle Entscheidungsträger werden kurzfristig über diese neue Entwicklung in Kenntnis gesetzt. Der Stiftungsrat geht davon aus, dass diese Vorgehensweise nicht zuletzt aufgrund der öffentlichen Diskussion auf Verständnis stößt und unterstützt wird.


NL#265 – Die Perspektive des Gewerbes (2)

Lebensentwürfe am Limit? – Wie ist die Aussicht und die Einschätzung der lokalen Gewerbetreibenden? Vorgestern gab es einen Einblick in die Seelenlage der Gastronomen vor Ort; heute wenden wir uns den Einzelhändlern zu.

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NL#264 – Die Perspektive des Gewerbes (1).

Woche 4 der besonderen Umstände. Wir richten uns alle ein in der neuen Situation. Höhepunkt des Tages ist der Einkauf oder der Spaziergang. Wir arbeiten im Homeoffice und/oder in Kurzarbeit (einige auch in Kurzarbeit ‚Null‘). Und wie geht es den Gewerbetreibenden in unseren Dörfern? – Bei einigen habe ich nachgefragt: die Perspektive der Gewerbetreibenden. Wobei ‚Perspektive‘ ja beides bedeutet: Blickwinkel und Aussicht. Und beides ist durchaus unterschiedlich im Einzelfall. Hier die Zusammenfassung. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#261 – Jesteburg kauft ein.

Alle müssen zuhause bleiben.

Für die einen ist es eine merkwürdige aber vielleicht nicht unwillkommene Entschleunigung des täglichen Lebens. Für die anderen ist es tatsächlich die Zeit in Mitten vor sehr existenziellen Fragen. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#260 – Solidarität (3 / Supersache!)

Vielleicht kommen wir ja bei manchen Aspekten besser aus der Krise raus, als wir reingegangen sind. Vielleicht haben dann ja Pfleger*innen ein besseres Ansehen – und vor allem eine bessere Bezahlung. Vielleicht sehen wir dann ein, dass das oberste Ziel von Krankenhäusern die Heilung der Patienten und das Gesundheitssystem insgesamt kein Feld für vorrangiges Profitstreben ist. Und vielleicht haben wir auch das Bedürfnis nach mehr gegenseitiger Achtsamkeit, Hilfe und Unterstützung, wenn die Krise vorbei ist. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#259 – Solidarität (2)

Es ist jetzt vielleicht für den einen oder anderen mehr Zeit zum Lesen. Deswegen hatte ich im letzten Newsletter auf die Möglichkeit hingewiesen Bücher beim Jesteburger Buchladen praktisch (über KnackigFrisch) und online zu bestellen und damit den örtlichen Einzelhandel weiterhin zu unterstützen. Es sind auch bereits erste Bestellungen eingetroffen! Den Rest des Beitrags lesen »


NL#258 – Solidarität.

Es sind besondere Zeiten. Zeiten, in denen wir Manches nicht tun können. Weil wir vorsichtig sein sollen, weil die Büros und Geschäfte zu sind, weil wir soziale Distanz wahren.

Zeiten, die wir anders verbringen wollen, weil wir eigentlich in den Urlaub fahren wollten, weil wir nicht mit den finanziellen Folgen der Kurzarbeit gerechnet hatten oder weil wir gerne voller Elan unserem Beruf nachgegangen wären. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#257 – Am Montag sind SIE dran! (mit Ihren Fragen).

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NL#255 – „Alle sind gleich wichtig“ – Neujahrsempfang 2020 in Jesteburg

Damit fing es an: schöne Begleitmusik der „Hannover Jungs“ Jan Jakob, Emanuel Nikolas, Ruben Serpeqnu, die heute Mittag unter anderem das Lied vom ‚Englishman in New York‘ wunderbar gecovert haben. Viele Jesteburger*innen waren da aus den Vereinen und Institutionen, aus der Verwaltung und aus der Politik. Und als prominente Gäste begrüßen konnte Bürgermeister Udo Heitmann den Landtagsabgeordneten von der CDU, Heiner Schönecke, den Asendorfer Bürgermeister Rainer Mencke,  Samtgemeindebürgermeister Hans-Heinrich Höper („höchster Würdenträger aus dem Dorf“) und den Jesteburger Gemeindedirektor und Kämmerer Henning Oertzen. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#254 – Schulterblick (wissen, was los war)

Henning Oertzen und Hans-Heinrich Höper – hier mit dem Jesteburger Bürgermeister Udo Heitmann in ihrer Mitte

Wissen, was los war. Wer sollte das besser wissen, soweit es unsere Dörfer betrifft, als unser Samtgemeindebürgermeister Hans-Heinrich Höper und unser Jesteburger Gemeindedirektor Henning Oertzen? – Wir sind sicher nicht bei jedem Thema einer Meinung (Bauhof!) – aber wir streuen hier gern den Rückblick unserer Verwaltung:

Jahresrückblick 2019 Den Rest des Beitrags lesen »


NL#253 – Gestern im Gemeinderat (Kreisel, Bauhof, Geschäftsordnung)

Endspurt! – Letzte Gemeinderatssitzung im laufenden Jahr. Und einige gewichtige Themen hatten wir gestern schon noch zu entscheiden. Zum Beispiel den Abschluss der Verwaltungsvereinbarung der Gemeinde Jesteburg mit der Samtgemeinde. In dieser Vereinbarung wird geregelt, wie die Erfüllung von Verwaltungsaufgaben durch die Samtgemeinde für die Gemeinden Bendestorf, Jesteburg und Harmstorf verrechnet wird. Und neu soll da jetzt für Jesteburg und Bendestorf auch das Thema Bauhof dazu kommen. Den Rest des Beitrags lesen »


NL#252 – letzthin im Café Book – gemeindenachrichten.live

sieht hier so aus – aber das Bier stand nicht im Vordergrund.

Vorletzte Woche haben wir mal wieder unter dem Motto ‚gemeindenachrichten.live!‘ eine kurzweilige Reise durch die aktuellen Themen der Dorfpolitik unternommen.

Im vollbesetzten Café Book hat unser Bürgermeister Udo Heitmann Stellung bezogen und – unterstützt von einigen Ratsmitgliedern der SPD-Fraktion – erläutert, wo wir stehen. Wie die Sachlage ist bei der Entwicklung des örtlichen Einzelhandels, warum wir immer noch Leerstand in der Lüllauer Straße haben, wann die Bahn nach Jesteburg kommt und auf welcher Straßenseite noch ein ‚Italiener‘ entstehen soll …

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NL#251 – famila.

Heute geht’s offiziell los bei Famila. Gestern war quasi die Voreröffnung für alle im weitesten Sinne Projektbeteiligten. U.a. die Gemeinderäte und Gemeinderätinnen aus unserem Dorf, das Bauamt, Vertreter der Schützen und des Reitvereins, der Feuerwehr (in guter Nachbarschaft).

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NL#248 – Gestern im Gemeinderat (Kunstpfad – Jesteburg Touristik – Kita)

Gestern haben wir uns zu einer Gemeinderatssitzung getroffen. Wir = die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, UWG/FDP und einige Gäste im Zuschauerraum des Schützenhauses.

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NL#247 – Gestern in der Klausursitzung – Schule.

Die Fraktion trifft sich auch manchmal am Samstag oder Sonntag. Wir diskutieren dann jenseits der konkreten Tagesordnungen kommender Ausschüsse. Wichtig ist für uns, Gesamtzusammenhänge erkennen und verfolgen zu können und mittel- und langfristige Perspektiven einzunehmen. Was ist das Beste für unsere Dörfer? Was ist überhaupt steuerbar? Welche Entwicklungen kommen von außen auf uns zu und bewirken genau was? Den Rest des Beitrags lesen »


NL#243 – Gestern im Bauausschuss (Itzenbüttel, Zirkusgrundstück, Reitplatzgelände)

Die Abende werden wieder kürzer, die Ferien liegen hinter uns. Und nach der Sommerpause geht es jetzt weiter mit den Gremientagungen, auf denen die Entwicklung unserer Dörfer geplant und umgesetzt wird.

An vielen Stellen im Ort gehen die Bauvorhaben voran (Famila, Försterhus, hinter der alten Post, …). Auch die Vorhaben in Itzenbüttel reifen. Für das Böttcher-Grundstück gibt es erste Vorentwürfe für den B-Plan, bei Hof&Gut (war gestern noch nicht dran) konkretisieren sich die Pläne.

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