NL#288 – ganz zentral? – Bahnhof!

Für manche Themen gibt es ja wirklich breite Mehrheiten im Jesteburger Gemeinderat. Die Verfolgung unseres Wunsches nach einem Bahnhof gehört dazu. Alle Fraktionen sind dafür. Gut, in der Ausgestaltung des Wunsches gibt es dann wieder Differenzen und Argumente, die unterschiedlich sind.

Zur vielversprechenden Auskunft des Niedersächsischen Ministeriums hatten wir berichtet (NL#250) [https://gemeindenachrichten.wordpress.com/2019/11/14/nl250/], seit dem arbeiten wir am konkreten Projekt.

Zunächst mal ist aber, damit wir dem ganzen Thema einen Schritt näher kommen, eine gemeinsame Zielsetzung mit der Deutschen Bahn herzustellen. und damit wir eine Basis für entsprechende Gespräche haben müssen wir auch wissen, wo und wie wir einen Bahnhof in Jesteburg (wieder-)ansiedeln, der alte Bahnhof ist uns ja abhanden gekommen, als sich ein früherer Rat in den späten 70ern des letzten Jahrhunderts für dessen Auflösung entschieden hatte. Gerüchteweise, weil man nicht wollte, dass so viele Menschen in Jesteburg aussteigen. und überhaupt, man hat ja ein Auto … . Zeiten ändern sich.

Heute gehört zu einem modernen Mobilitätskonszept eine Bahnanbindung unbedingt dazu. Im Moment haben wir den Anschluss an Buchholz. Noch schöner wäre: wir hätten ihn direkt – ab 2027? – in Jesteburg. Nur wo?

(tatsächlich sah der Bahnhof in Jesteburg 1981 kurz vor der Schließung der Bahnstrecke so aus – (c) drehscheibe-online.de / Electroliner)

 
Die Beantwortung dieser Frage war letzthin Thema einer ratsinternen Veranstaltung (online, na klar!), bei der mögliche Standorte eines Bahnhofs von einem Gutachter beleuchtet und bewertet wurden. Spolier: nur ein Standort macht letztendlich Sinn – und das ist durchaus die Stelle, auf die wir in der SPD-Fraktion bereits intern gesetzt hatten (https://gemeindenachrichten.wordpress.com/2020/06/27/nl271/).

Der neue Bahnhof ist da, wo der alte Bahnhof war.

Die Argumente, die dafür sprechen hatten wir bereits aufgelistet:
  • die Lage ist ideal im Ortskern von Jesteburg
  • die ÖPNV-Verknüpfung ist mit den Bushaltestellen an der Hauptstraße und am Sandbarg bestens
  • die Lage ist weitgehend ebenerdig. Sogar alte Rampen können – wenn sie wiederhergestellt sind – genutzt werden
  • Als ‚Bonus‘ kommt dazu: durch die Überbrückung der Bahngleise in der Höhe des Spritzenhauses gewinnt der Ort noch einen neuen zentralen Laufweg.

Nur Vorteile, die sich da also abzeichnen. Und nachdem die Sandbarg-Fläche lediglich für eine Zufahrt zum Bahnsteig Richtung Buchholz und eine wirklich überschaubare Anzahl von Parkplätzen genutzt werden muss gibt es auch keinen Druck, diese Freifläche umfassender zu überplanen (also: noch ein Vorteil!).

Die vielen Bemühungen der letzten Jahre – inklusive der gemeinsamen Reisen von Hans-Heinrich Höper und Hans-Jürgen Börner in dieser Sache nach Hannover – zahlen sich also aus! Wir halten Sie gern auf dem Laufenden und freuen uns auf Ihre Rückmeldungen und Fragen dazu!


3 Kommentare on “NL#288 – ganz zentral? – Bahnhof!”

  1. Klesper, Jürgen sagt:

    Das alle interessiert sind einen Bahnanschluss zu bekommen, ist normal, ansonsten stimmt an dem Artikel nur die Zahl 2027.
    Denn der wichtigste Entscheider , die DB, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Ich habe schriftlich seit Frühjahr 2020 von der DB vorliegen: 2026 ist ein Anschluss Jesteburgs angedacht!! Also jetzt schon über den Bahnhof zu diskutieren, ist total verfrüht.
    Nicht schriftlich, aber im Telefonat , wurde mir außerdem mitgeteilt, z.Zt. hat der Anschluss wenig Erfolgsaussichten, es müssten erst 2 wichtige Probleme gelöst werden. 1.Schon jetzt ist die Kapazität „Aufnahme des Personenverkehrs während der Stoßzeiten“- Hauptbahnhof- kaum lösbar,2 das gleiche gilt für den Güter/Containerverkehr – Nadelöhr Maschen.
    Unabhängig von diesen wichtigen Details ist nicht der Bahnhof das Hauptproblem, sondern die Parkplätze ( Baugrund an dieser Stelle qm € 250,00-300,00).
    Frau Ziegert, daher gibt es auch keine Ablehnung der DB für einen Bahnhof Nähe Gewerbegebiet, wie sie im Frühjahr bei der Gemeinderatssitzung gesagt haben.
    Grüße Jürgen Klesper

  2. Henschen sagt:

    Endlich, um so eher, um so besser!

  3. Verständnisfrage: Wird für beide Bahnverbindung nach Buchholz und nach Hamburg nur das südliche Gleis benötigt oder beide? Wenn der Fussgänger-Überweg nur für die Parkflächen auf der Sandbargfläche benötigt wird, könnte man doch darauf verzichten und sollte z.B. auf die Freifläche gegenüber vom Hotel Niedersachsen zurückgreifen. Falls diese sich später als zu klein erweist, könnte man dann dort eine Parkpalette bauen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s