NL#219 – einer langen Reise Ende (famila kommt)

Jesteburg hat einen dramatischen Kaufkraftabfluss, braucht ein Angebot im Bereich der Nahversorgung und wir haben keinen anderen Standort anzubieten als den für famila vorgesehenen. Aber es hat ja länger gedauert. Viel länger als wir Jesteburger uns das alles vorgestellt haben.

So geht die Geschichte (Kurzversion):

  • März 2011 – mehrheitliche Entscheidung des Rates für famila als neuer Verbrauchermarkt auf dem Festhallengelände.
  • September 2011 – ein Bürgerentscheid sollte den Gemeinderatsbeschluss aufheben, endete jedoch mit dem Ergebnis „so soll es sein“ – jedenfalls konnte sich keine Mehrheit für die Option EDEKA/Aldi aussprechen (was wohl – was damals niemand abschätzen konnte – zu einem projektiven Durchmarsch geführt hätte, schließlich wäre das ja der auch in Hanstedt ansässige EDEKA-Unternehmer Dalinger gewesen, aber das ist nur eine These …).
  • 2012 – arbeitsreich und mühsam und in den Ratsgremien in Details durchaus kontrovers diskutiert beschäftigen wir uns mit der Vertragsausgestaltung.
  • 2013 – die Gemeinde Jesteburg schließt den Vertrag mit famila.
  • 2014 – erste B-Plan-Aufstellung (für einen 3.200 qm großen Verbrauchermarkt).
  • 2014 – Klage der Samtgemeinde Hanstedt gegen den B-Plan wegen eines Verstoßes gegen eine Vorgabe (Integrationsgebot) der geltenden Raumordnung.
  • 2016 – Bestätigung der Einwände Hanstedts vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg.
  • Februar 2018 – neuer Anlauf – neuer B-Plan (jetzt für eine 2.400 qm große Verkaufsfläche).
  • Oktober 2018 – Baugenehmigung.

Alle Kollegen im Rat haben sich redlich an diesem Thema abgearbeitet, dazu gelernt, Erfahrungen gemacht. Bei der Entscheidung in der vorletzten (!) Ratsperiode hat wohl niemand erwartet, dass dieses für Jesteburg so wichtige Projekt sich so hinziehen würde. Dann haben tatsächlich einzelne KollegInnen aus anderen Ratsfraktionen mit etwas unklarer Zielsetzung versucht das Projekt durch eine Diskussion zum (theoretischen) Alternativstandort „Sandbarg-Center“ zusätzlich in die Länge zu ziehen. Naja.

Klar, eine Punktlandung sieht anders aus. Aber: seit dieser Woche liegt die Baugenehmigung zum Bau des famila-Verbrauchermarktes auf dem Festhallengrundstück vor. Nächstes Jahr treffen wir uns dort beim Einkaufen!


2 Kommentare on “NL#219 – einer langen Reise Ende (famila kommt)”

  1. Rainer Adler sagt:

    Gute Arbeit, was lange währt 👍

  2. Hans-Rudolf Grabbe sagt:

    Natürlich begrüße ich, dass es nun endlich losgeht. Die Nahversorgung in Jesteburg ist im Vergleich zu der in umliegenden Gemeinden einfach nur schlecht.
    In Ihrem Kommentar kritisiere ich aber den Hinweis auf die unklare Zielsetzung in Bezug auf die Entwicklung der Sandberg-Fläche. Nach meiner Meinung gab es hier eine sehr klare Zielsetzung, nämlich
    1. über einen neuen Standort eine Stärkung des innerörtlichen Einzelhandels und
    2. über eine Parallelstraße eine Entlastung des innerörtlichen Verkehrs.
    Beide Punkte werden mit der jetzigen Famila-Lösung nicht erreicht.
    Nach meiner Meinung war die Entweder-Oder-Diskussion falsch. Auf Sicht brauchen wir in Jesteburg beide Standorte. Schauen wir doch einmal auf das kleinere Hanstedt. Selbst wenn Famila steht, ist dort die Versorgung immer noch umfangreicher – ausgehend von den Verkaufsflächen. Ferner kann ich mir nicht vorstellen, dass REWE und ALDI an ihren jetzigen Standorten bleiben werden.


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