NL#170 – Nö. So ist es halt mal nicht, liebes Wochenblatt!

zentrum_eliteEs geht um die Oberschule in Jesteburg und den Brief, den wir (überparteiliche Schulinitiative und Elternvertreter) an die Kultusministerin geschrieben haben. Wir wünschen uns: die bestmögliche Schule an unserem Standort – nichts weniger. Und die Motivation ist die gleiche, die die Initiative von 2007 bis 2014 (hier zum Nachlesen, wer mag:

https://schulkonzept.wordpress.com/) in ihrem Engagement für die Etablierung einer weiterführenden Schule in Jesteburg angetrieben hat.

Um es auf den Punkt zu bringen: Bildung mit kurzen Wegen, Bildung integriert in den Ort, Bildung mit maximaler Durchlässigkeit.

Wer bestehende Strukturen verändern will muss sich sicher auch an Restriktionen des Haushalts und bestehenden Erlasse orientieren. Aber es gilt ja eine Vision (jaja, böses Wort …) zu verfolgen und das Maximum zu erreichen. In diesem Fall war das die Gründung einer eigenen weiterführenden Schule am Ort – nachdem Jesteburg jahrelang die einzige nennenswerte Gemeinde im Landkreis ohne so ein Angebot war (so viel zum Thema ‚Egoismus‘, liebes Wochenblatt).

Was haben wir erreicht? – nicht ganz die ‚Kompetenzschule‘, die wir wollten, nicht die Gesamtschule (IGS), die wir auch genommen hätten: aber eine tolle Oberschule mit gymnasialem Zweig!

gleicher_platz

Geplant ist die Schule 3-zügig. Gestartet ist sie mit 7 Parallelklassen, seitdem haben wir hier immer Anmeldungen für 4 Klassen in jedem neuen Jahrgang – mehr als geplant, mehr als räumlich vorgesehen. Ein Erfolg! Und dazu tragen auch Schüler und Schülerinnen aus anderen Orten bei, die zu uns nach Jesteburg kommen.

Jetzt existiert die Schule schon im 5ten Jahr und in Kürze werden Schüler und Schülerinnen der aktuell 3 gymnasial ausgerichteten Klassen die Schule verlassen, um an einem der Gymnasien im Landkreis die Sekundarstufe II zu besuchen und dann dort mit einem möglichst guten Abitur abzuschließen. Und genau an dieser Stelle sehen wir (die Elternvertreter und die – nein, liebes Wochenblatt, nicht wieder, sondern immer noch vereinte! – Schulinitiative) eine neue Zielsetzung: eine möglichst enge Kooperation mit einem Gymnasium im Landkreis, die z.B. dazu führen kann, dass die gymnasiale Oberschule Jesteburg im Bereich der Sekundarstufe II (also: ab Klasse 11) als Außenstelle funktioniert. Das halten wir für einen sehr guten konzeptionellen Ansatz. Dafür werden wir uns in Jesteburg einsetzen. Und dazu können wir auch gern Argumente austauschen (aber, liebes Wochenblatt, nicht auf dem ‚Lüge‘-Niveau – da ist eine zu große Keule geschwungen worden – es fehlen definitiv jede Menge Oberstufenplätze).

Dazu hat die Schule bereits im letzten Jahr mit der Landesschulbehörde gesprochen. Dazu haben wir am 8. Februar einen Brief an die zuständige Ministerin geschrieben und um einen Gesprächstermin gebeten. Wir setzen uns ein. Für unseren Ort – für unseren Schulstandort. Auch wenn das Wochenblatt am Thema vorbei spottet.  Da die ungenügende soziale Bildungsgerechtigkeit unseres deutschen Schulsystems nicht nur eine gesamtgesellschaftliche, sondern auch und gerade eine Aufgabe für die lokalen Systeme ist, werden wir uns weiterhin konstruktiv an der Weiterentwicklung des Oberschulkonzepts „für alle Schülerinnen und Schüler“ einsetzen. Das ist nicht elitär, das ist sozial!

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2 Kommentare on “NL#170 – Nö. So ist es halt mal nicht, liebes Wochenblatt!”

  1. Ich bin da altmodisch nehme ich an. Früher gab es beim Verdacht von Falschmeldungen das probate Mittel der Gegendarstellung. Es sollte doch daher für die Schulinitiative ein Leichtes sein, die vom Wochenblatt falsch dargelegten Sachverhalte faktisch richtig zu stellen und um eine Gegendarstellung zu bitten, anstatt in Newslettern gegen die Medien zu argumentieren. In Zeiten wie diesen tendiere ich vermutlich wie viele andere auch dazu, eher dem Journalismus zu vertrauen, anstatt den oft parteipolitisch gefärbten Berichten, ganz gleich welcher Partei.

    Aus dem Grund sollten alle Beteiligten doch auch eher ehrlich sein und zugeben, dass die Schule zuerst mal dem Zweck dient, Jesteburg vor dem Aussterben zu bewahren. Denn was man von Eltern zur Qualität dieser Schule hört, deckt sich eben auch nicht unbedingt mit dem betriebenen Marketing. Vielleicht hätte man das viele Geld lieber in die Modernisierung der Buchholzer Schulen stecken sollen, anstatt in jedem Dorf eine zu bauen, wo es dann jeweils zu immer mehr Provisorien kommt.

  2. Michael Ortmüller sagt:

    @Markus Hornburg
    „In Zeiten wie diesen tendiere ich vermutlich wie viele andere auch dazu, eher dem Journalismus zu vertrauen, anstatt den oft parteipolitisch gefärbten Berichten, ganz gleich welcher Partei.“

    Da könnten Sie mit Ihrer Vermutung aber auch heftig daneben liegen.

    Die Jesteburger sind also vom Aussterben bedroht ? 🤣 Geht´s auch ne Nummer kleiner?


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