NL#137 – Gestern im Bauausschuss – Gesundheitszentrum & Zentrum Itzenbüttel

gesundheitszentrum_thumbDas war erstmal die letzte Bauausschuss-Sitzung vor den Sommerferien. Und abgearbeitet haben wir gestern vor allem zwei Themen, die uns bereits über mehrere Termine begleitet hatten: die Itzenbüttler Dorfmitte und der östliche Teil des Clement-Grundstücks.

Aber zunächst gab es natürlich die Bürgerfragestunde – einigermaßen zahlreich war das Publikum (so um die  20 BürgerInnen – es leerte sich allerdings, nachdem das Itzenbüttel-Thema ‚durch‘ war) – die Fragestunde wurde diesmal nicht genutzt.

Also gab‘s dann gleich den Bericht der Verwaltung:

  • das Regenwasserrückhaltebecken am Heidjerweg (auf dem Parkplatz des Campingplatzes) ist fertig.
  • Es entstehen Mehrkosten im Zusammenhang mit der Planung zur Ausweisung neuer Baugebiete – da geht noch mal in den Gemeinderat.
  • Für das Bauvorhaben im Pfarrweg 32 (Sozialer Wohnungsbau) startet jetzt die Ausschreibung, die ersten Arbeiten beginnen wohl dann bereits im August.

Schließlich die wesentlichen TOP’s:

1.) die Itzenbüttler Dorfmitte.

Dazu hatten wir ja bereits mehrfach berichtet [NL#114 / NL#125]. Stand ist inzwischen: das Flüchtlingsthema (also die ursprüngliche Zielsetzung der Unterbringung von mehreren Dutzend unbegleiteter junger Menschen) ist mangels aktueller Nachfrage aus der Diskussion genommen. Der Umzug des Landwirts soll auf jeden Fall stattfinden. Die Nachnutzung mit Wohnkomplexen steht noch auf der Tagesordnung. Was hatten wir zu entscheiden?

  1. ob wir ein Signal an die Investoren (und den veräußernden Landwirt) geben, dass die Gemeinde sich eine behutsame Änderung des B-Plans vorstellen kann (nämlich eine Verschiebung des vorhandenen Baufensters).
  2. ob wir die auf dem Tisch liegende grobe Vorplanung als Basis der weiteren Diskussion wünschen.
  3. ob wir einen Städtebaulichen Vertrag mit den Investoren so abschließen möchten (das wäre ja dann das Signal).

Problematisch dabei: bis zur – längst verstrichenen – KW20 hätte da noch mehr Information zum Investor vorliegen sollen, war aber nicht eingetroffen. Also haben wir das adhoc diskutiert. Unsere Position haben wir schließlich in der Abstimmung vertreten:

  • Signal: ja, gerne. Also kann man auch dem Abschluss eines Planungsvertrags zustimmen, soweit er noch kein bestimmtes bauliches Ergebnis festlegt (tut er nicht). „Der Bebauungsplan Nr. 2.04 Itzenbüttel Ortsmitte“ soll für  das Flurstück 23/2, Flur 3, Gemarkung Itzenbüttel dahingehend geändert werden, dass eine wohnbauliche Nachnutzung auf der Hofstelle möglich wird. Grundlage ist im Prinzip der aktuelle B-Plan.“
  • Einen Appell hatten wir auch: den Dialog auch zwischen Investoren und der Itzenbüttler Dorfgemeinschaft herzustellen, denn jeder Itzenbüttler ist von der drastischen Veränderung in der Dorfmitte irgendwie betroffen. Gute Vermittlung des Konzepts ist unser Wunsch.

2.) das Gesundheitszentrum

Da tun sich Menschen aus unserer Mitte (Hof&Gut-Mensch Axel Brauer und AHD-Ole Bernatzki) zusammen, um ein Projekt für die Dorfmitte aufzusetzen, das hilft, unseren Ort attraktiver zu machen und zu beleben und dann müssen sie sich als böse „gewinnmaximierende Investoren“ beschimpfen lassen (wir brauchen doch Mitbürger, die investieren: Zeit, Geld, Ideen …). Tatsächlich gab es eine Handvoll unterschiedlicher privater Einwendungen zum ausgelegten B-Plan für das neue Projekt, die u.a. die wuchtige Bauform kritisierten und den Standpunkt vertreten, dass die Umsetzung nicht mit unserem Masterplan d’accord geht (das Gegenteil ist der Fall – passt alles zusammen!). Und die Bedenken haben, dass ein Bau, der v.a. aus Wohnungen, Büros und wenig aufregenden Schaufenstern besteht abends nicht gerade der Magnet für den Gang in die Gemeinde ist. Aber das erhoffen wir uns ja umso mehr von der kommenden Gastronomie des links daneben stehenden Försterhus und unterstützen die Wünsche es werde so werden wie früher, als man abends einfach mal bei Hubsi einkehren konnte auf ein Bier und man hat immer jemand getroffen, mit dem man dann auch noch das zweite trinken konnte. Ach ja. Das fehlt uns schon!

Also: das Gesundheitszentrum – zu entscheiden war: 1. die Annahme der Gesamtabwägung nach der Auslegung; 2. eine erneute Auslegung nachdem es relevante planerische Veränderungen gegeben hatte (Verzicht auf die Tiefgarage / mehr Stellplätze überirdisch). Beides haben wir dem Verwaltungsausschuss (tagt am 8. Juni) einstimmig so empfohlen.

Wie lange dauert eine Bauausschuss-Sitzung? Um 20:50h waren wir nach knapp zwei Stunden bereits fertig. Effizient sind wir auch!

So soll es werden: das Gesundheitszentrum in der Ortsmitte.

So soll es werden: das Gesundheitszentrum in der Ortsmitte (c) Brauer.