NL#125 – Gestern in Itzenbüttel

itzenbüttel04Nach der letzten Bauausschusssitzung hatte sich eine gemischte Gruppe von Alt- und Neu-Itzenbüttlern zusammengetan, um das Thema ‚Böttcher-Hof‘ und dabei den Zusammenhang mit einer Unterbringung von minderjährigen Flüchtlingen in Itzenbüttel eingehender zu besprechen.

Herausgekommen ist ein Positionspapier – gestern Abend wurden Meinungen dazu abgefragt und  es wurde um Unterschriften geworben.

Schön war – und dem wurde auch mehrfach Respekt gezollt – dass der ‚Veranlasser‘ Robert Böttcher auch dabei war; so konnte man, wie es der Aktivist der AG Itzencity und Mit-Moderator des gestrigen Abends Dirk Neuhoff betonte „nicht übereinander, sondern miteinander reden“.

Der Abend begann mit einem Plädoyer des Itzenbüttler Urgesteins Hinrich Meyer, der erst das Positionspapier als „gelungen und sachlich“ lobte und es außerordentlich wichtig fand, dass Itzenbüttel nach außen hin möglichst eine einheitliche Meinung kundtut. Seine Rede war dann ein Appell an die Dorfgemeinschaft und das gutnachbarschaftliche Zusammenleben auf dem Land. Ruhig und doch leidenschaftlich sprach er sich für eine behutsame Entwicklung von Itzenbüttel aus „wir brauchen hier mehr Leute, sonst wohnen hier bald nur noch Rentner“. Den Wandel auf den Punkt gebracht hat er mit dieser Aussage: „von 12-15 Landwirten vor 20 Jahren sind nur noch 2-3 übrig“.

so schlecht wie das Foto war die Stimmung nicht im Grünen Jäger: full house!

so schlecht wie dieses Foto war die Stimmung nicht im Grünen Jäger: full house!

Robert Böttcher – letzter Landwirt in der Ortsmitte des Dorfes – schilderte dann seine schwierige Situation. Die Problematik der Emissionen, die aus seiner Sicht ungerechte Höhe der Kanalgebühren, die Restriktionen des bestehenden B-Plans, den Ärger nach 10 Jahren Prozessierens. Aus seiner Sicht ist der Ball bei der Gemeinde – sie ist in der Pflicht für ihn geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Er möchte seiner Tochter eine lebensfähige Landwirtschaft übergeben. Der Eindruck entstand: zwangsläufig muss er umsiedeln.

Schließlich bekam die Runde die Themen a) Umsiedlung, b) Unterbringung von Flüchtlingen, c) Neugestaltung der Itzenbüttler Ortsmitte auseinander – das hat der weiteren Diskussion geholfen. Axel Brauer von Hof&Gut warb für eine neue Perspektive – man müsse Itzenbüttel von oben sehen, das ist ein ‚U‘ mit viel Grün in der Mitte – da kann man das Dorf entwickeln, dazu müsste halt der Bebauungsplan geändert werden, dazu müsste der Landwirt dann einen Antrag stellen … so wird es wohl auch kommen.

„Itzenbüttel wandelt sich und so wandelt sich die ganze Welt“ beendet er seinen Redebeitrag – was auch ein gutes Schlusswort für die Veranstaltung gewesen wäre; dann mussten aber doch noch energisch ein paar persönliche Missverständnisse ausgeräumt werden.

Wenn ein neuer B-Plan beantragt wird und dann ausliegt wird jeder erneut die Möglichkeit zur Kommentierung haben, die weitere Entwicklung ist spannend, wir werden das weiter verfolgen.

Advertisements

One Comment on “NL#125 – Gestern in Itzenbüttel”

  1. Manfred Limberg sagt:

    Die Gesamtentwicklung des Ortsteils Itzenbüttel ist ein Ziel, das mittel- bzw. langfristig angegangen werden muß. Schnellschusse wären jedoch verfehlt. Auch die Verkehrslage muß in alle Überlegungen einfließen.

    Warum muß Itzenbüttel eigentlich ein eigener Ortsteil sein ? Vielleicht wäre manches einfacher zu entscheiden, wenn es in den Ort Jesteburg eingebunden wäre.

    Gruß
    Manfred


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s