NL#115 – Kulturförderung: besser machen.

_(c)_ konzeptfreun.deAuch das ist ja in der Diskussion im Dorf: für welche Art von Kultur wollen wir Geld ausgeben? (und: wieviel?) – Es gibt good news: denn in diesem Jahr gilt eine sinnvollere und damit bessere Kulturförderung der Gemeinde Jesteburg. Die konkrete Folge: schon Anträge für das kommende Jahr werden nach den neuen Richtlinien gestellt und bearbeitet.

In seiner Dezember-Sitzung hatte der Gemeinderat – mit 19 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung – dem Antrag von GR Hans-Jürgen Börner (SPD, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur ‚WTKA‘) zugestimmt. Karl-Heinz Glaeser (DIE GRÜNEN) hat die Neufassung erarbeitet.

Also: was genau hat sich verändert?

Kurz und knapp: künftig werden nur noch Einzelprojekte gefördert und zwar von Vereinen und Stiftungen. Damit ist die Kulturförderung professioneller und effektiver geworden. Angesichts knapper werdender Mittel eine dringende Notwendigkeit.

Wie war es denn bisher?

In der Vergangenheit war die Gemeinde Jesteburg bei der Vergabe von Fördermitteln von dem Prinzip ausgegangen, nicht nur konkrete Projekte zu fördern, sondern einzelnen Vereinen und Personen eine generelle Institutionen-Förderung zukommen zu lassen.

Der Effekt war einerseits positiv, da sich neue Kulturinitiativen gründen und festigen konnten. Andererseits weckte diese Förderung nach dem „Gießkannenprinzip“ Begehrlichkeiten, teilweise auch Neid und Missgunst. Gelegentlich entstand der Eindruck, es genüge nur irgendeine Idee und dann müsse die Gemeinde das auch finanziell unterstützen.

Übersehen wurde auch, dass die Gemeinde Jesteburg schon eine umfangreiche Kulturförderung alleine dadurch leistet, dass sie zahlreiche Gebäude, wie das Heimathaus, die Heimatscheune und das Kunsthaus, zur kostenlosen Nutzung vorhält.

Die neue Richtlinie zur Kunst und Kulturförderung in der Gemeinde Jesteburg ist mit anderen Förderinstitutionen vergleichbar und  ermöglicht den Vereinen ergänzende Förderungen, Zustiftungen und Sponsorengelder leichter zu erwerben.

Und so geht es ganz praktisch:

  • der Antrag ist einfach zu stellen,
  • eine Abrechnung ist einzureichen – das entspricht ebenfalls vergleichbaren Förderrichtlinien und ist im Sinne der Transparenz bei der Vergabe von Steuergeldern auch notwendig.
  • der WTKA prüft die Anträge auf Plausibilität im Hinblick auf die Richtlinie und empfiehlt dem Verwaltungsausschuss eine mögliche Förderung.
  • Der Rat der Gemeinde Jesteburg entscheidet bei Bedarf endgültig über die Vergabe.

Hier ist der link zur neuen Förderrichtlinie, überzeugen Sie sich selbst

 

Bild (c) konzeptfreun.de



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