NL#108 – Wahrhaftigkeit

ScreenShot001

Ausgerechnet unser ambitioniertes regionales Anzeigenblatt hat offensichtlich mit der Wahrhaftigkeit (*) ein Problem!

Die Kritik an der zum Teil falschen Berichterstattung des Wochenblatts hatte das Jesteburger Ratsmitglied Hans-Jürgen Börner auf den Plan gerufen. Da aus dieser Berichterstattung eine falsche Informationslage der Jesteburger Bevölkerung folgt hat er mit den Kollegen im Verwaltungsausschuss Wege und Maßnahmen zur Korrektur diskutiert.

Das Wochenblatt hat das wiederum zum Anlass genommen, Hans-Jürgen Börner eines Angriffs auf die Pressefreiheit zu bezichtigen und ließ sich zu einem Vergleich mit dem rigiden türkischen Machthaber  Erdogan hinreißen (hier der link zum Bericht).

Sicher eine Grenzüberschreitung ohne Beispiel. Wie kommt es zu dieser reflexartigen und überzogenen Reaktion?

Aufklärung bietet die folgende Pressemitteilung nach dem Verfahren heute Mittag. Lest / Lesen Sie selbst:

Presseerklärung

Das Kreiszeitung-Wochenblatt musste am Freitag beim Landgericht Hamburg eine empfindliche Schlappe hinnehmen.

Nachdem die Zeitung behauptet hatte, die Kritik von einigen Einzelhändlern am Wochenmarkt in Jesteburg sei auch  die  Meinung von Hans-Jürgen Börner, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr der Gemeinde Jesteburg , musste die Zeitung schon vor einigen Wochen eine Gegendarstellung veröffentlichen. Da die falsche Behauptung aber weiter im Netz zu lesen war, hat Hans-Jürgen Börner beim Landgericht Hamburg ein Verbot erwirkt, an das sich der Verlag des Kreiszeitung-Wochenblatts zunächst nicht halten wollte. Der Verleger legte Widerspruch ein, bekam dann aber von der Vorsitzenden Richterin gesagt, dass seine Rechtsposition keine Aussicht auf Erfolg hätte. Daraufhin strich der Verlag die Segel und nahm seinen Widerspruch zurück.

Dies hatte zur Folge, dass er auch alle Kosten zu tragen hatte. Auch die Kosten für die Durchsetzung der Gegendarstellung beim Landgericht Stade wurden daraufhin vom Wochenblatt-Verlag in vollem Umfang übernommen.

Hans-Jürgen Börner verzichtete deshalb darauf, die beantragte Ordnungsstrafe durchzusetzen, die fällig geworden wäre, weil der Wochenblatt-Verlag die falsche Behauptung auch nach richterlicher Anordnung zunächst nicht aus dem Internet entfernt hatte. „Ich hoffe, dass der Wochenblatt-Verlag zukünftig zu einer sachlichen und inhaltlich korrekten Berichterstattung zurückfindet“, äußerte Hans-Jürgen Börner nach Abschluss der gerichtlichen Verfahren.

 Hamburg/Jesteburg den 11.12.15 Hans-Jürgen Börner

(*) m.E. ganz wichtig: „zur Wahrhaftigkeit gehört die Bereitschaft für wahr Gehaltenes zu überprüfen“.



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s