NL#103 – Meinung: Bürgermeister Udo Heitmann zur Festhallendiskussion

660px_x500_Heitmann_Udo_007_ICv2_bearb001Dass sich der FDP-Vorsitzende aus Jesteburg gedanklich mit Möglichkeiten der Notunterbringung von Flüchtlingen – auch in unserem Dorf – auseinander setzt, ist sehr löblich.

Dass ihm dabei aber nichts Besseres einfällt, als die seit Jahren als „Totalschaden“ diskutierte Festhalle nunmehr als „Notherberge für Menschen“ in die Debatte zu werfen, verschlägt mir fast den Atem (siehe zuletzt den Bericht in der Kreiszeitung Wochenblatt vom 04.11.2015Seite 10).

Dass die gewählten Ratsmitglieder in Jesteburg – mittlerweile über drei Ratsgenerationen hinweg -mit wechselnden Mehrheiten in der Beurteilung der Problemlage um die Festhalle immer wieder zu der Erkenntnis vordrangen, die Kosten einer Sanierung der alten Festhalle würden annähernd den Kosten für einen Neubau entsprechen, wird bei der Beurteilung der Sachlage durch Herrn Wagner leider nicht berücksichtigt.

Vielmehr assoziiert sein Vorschlag, alle bisher sehr intensiv mit dem Problem „Festhalle“ befassten Ratsmitglieder hätten sich nur „oberflächlich?“ mit dem Thema auseinandergesetzt und letztlich deren Abriss „leichtfertig?“ beschlossen (wer sich tatsächlich für die Hintergründe interessiert, könnte allein auf dem persönlichen Computer des ehrenamtlichen Bürgermeisters gespeicherte Sachinformationen, Beratungsprotokolle und Presseberichte zu diesem Thema von über 300MB einsehen).

Wäre es in all den Jahren nach den FDP-Vertretern im Rat gegangen, die Festhalle wäre bereits im Jahre 2002 abgerissen worden (vgl. die diversen Presseberichte von damals).

Leider war das aus gewichtigen Gründen nicht möglich, weil die starken, grundbuchlich verbrieften Rechte des Schützenvereins dies rechtlich nicht erlaubten.

Unabhängig von dieser Sachlage oder der immer noch unterschiedlichen Meinungen über den besten Marktbetreiber eines zeitgemäßen Verbrauchermarktes auf diesem Gelände haben wir einen Weg zur Neustrukturierung gefunden, einen Bürgerentscheid durchgeführt und die vertraglichen Grundlagen für einen – für ein Grundzentrum zeitgemäßen – „Famila-Verbrauchermarkt“ geschaffen.

„Dass uns unsere „befreundete?“ Nachbarschaft Hanstedt – im Übrigen aus sehr egoistischem Kirchturmdenken heraus – mit Einreichung Klage vor dem OVG-Lüneburg in die Parade grätscht, macht die Lösung dieses „Jesteburger-Spezial-Problems“ nicht einfacher. Im Gegenteil: mit eingereichter Klage gegen den B-Plan beim OVG-Lüneburg liegen verwaltungsrechtliche Steine im Weg, die uns handlungsunfähig machen und auch teuer sind.

So blockiert Hanstedt die sofortige planerische Verwertung unseres Festhallengeländes in dem irrigen Glauben, damit ihre eigene Geschäftswelt schützen zu können, und Herrn Wagner fällt nichts Besseres ein, als uns mit seinem unsinnigen Handlungsvorschlag unnötig eine weitere Unwucht in dieses Jesteburger Dauerthema zu zimmern.“

fdp verkehrt

fdp verkehrt. Wieder mal.

Was will Herr Wagner mit einem derartigen Vorschlag bezwecken?

Zum Glück hat Gemeindedirektor Höper in der jüngsten Presse und auf der Homepage der Samtgemeinde aus Sicht der Verwaltung eine klare und unmissverständliche Position zu derartig unverständlichem Populismus bezogen.

Für die FDP und deren Findung nachvollziehbarer Positionen würde ich mir wünschen, ihr gegenwärtiger Vorsitzender wägte die Bandbreite gegebener Sachzwänge und deren ganzheitlich entfaltende Wirkungen rechtzeitig gegeneinander ab.



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