NL#102 – Gestern im Bauausschuss (Verkehrskonzept und sozialer Wohnungsbau)

bicycleIm Wesentlichen ging es gestern um ein Verkehrskonzept für Jesteburg unter besonderer Berücksichtigung der Belange der Radfahrer und um den Bau von ~35 weiteren Sozialwohnungen (Brettbeekskoppeln). Außerdem natürlich noch um div. Befreiungsanträge einzelner Grundstücksbesitzer, wie bei jeder Bauausschusssitzung. Und um Haushalt und Ziele für das kommende Jahr.

Das Verkehrskonzept war nach langer Vorarbeit durch eine Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro eingebracht worden und geht jetzt in die weiteren Beratungen mit der Fachbehörde des Landkreises. Im Kern ist der Vorschlag die Führung eines Radfahrer-Schutzstreifens („Schutzstreifen für Radfahrer sind durch eine unterbrochene Linie abgegrenzt und durch ein Fahrrad-Symbol auf der Fahrbahn gekennzeichnet.“ – siehe Bsp.) durch den ganzen Ort – in Teilen beidseitig – wobei, quasi als faktisch verkehrsberuhigende Maßnahmen, etliche neue Querungshilfen (siehe Bsp.) eingesetzt werden sollen. Den Verlauf der Schutzstreifen schließt die Lücken zwischen den vorhandenen Radwegen jeweils am Ortsausgang nach Asendorf, Lüllau oder Bendestorf.

querungshilfe (c) dorferneuerung.wordpress.de
schutzstreifen (c) verkehrskommentar.deIn der Debatte haben wir das Konzept um die von uns bereits in der letzten Sitzung vorgebrachte Idee eines zusätzlichen Übergangs auf der Höhe von Knackig-Frisch / TeamSports ergänzt. So geht das jetzt in die nächste Entscheidungsebene.

Einstimmig haben wir die Verwaltung mit den nächsten Schritten beauftragt.

Dann folgen eine Kostenschätzung und eine Ermittlung zur Höhe der Zuschüsse. Anschließend geht das Thema in die Phase der Bürgerbeteiligung, es werden Verbesserungsvorschläge und ergänzende Ideen geben. Wir sind gespannt. Die Umsetzung eines solchen Konzepts wird unseren Ort verändern. (Genauso wie übrigens der seit Jahren geplante Kreisel an der Ecke Lüllauer Straße – da tut sich endlich was, dazu demnächst mehr).

Dass wir in Jesteburg grundsätzlich zu wenig freien preiswerten Wohnraum haben liegt an zwei Gründen: zum einen gibt es schlicht zu wenig Wohnungen, zum anderen sind viele der vorhandenen Wohnungen ertragsmaximierend an Monteure vermietet und stehen für andere Zielgruppen (z.B. einkommensschwache Familien und Alleinstehende bzw. Alleinerziehende) derzeit nicht zur Verfügung. Jetzt verschärft sich die Situation durch zusätzlichen Bedarf durch Mitbürger die Asylverfahren hinter sich haben und sich – endlich – bei uns etablieren können.

Gestern haben wir uns ohne Gegenstimmen für einen Antrag von Cornelia Ziegert (SPD) und die notwendige Aufnahme der Bebauungsplanänderung ausgesprochen. Es gibt viele gute Argumente für einen Projektstart jetzt: mit bis zu 75% Fördermitteln und nahezu kostenlosen Kommunalkrediten der KFW-Bank können die gemeindeeigenen Gebäude schon nach relativ kurzer Zeit ihren positiven Beitrag zur Kapitalstärkung unseres Gemeindehaushalts beitragen.

Zwei Stadthäuser und 12 Reihenhäuser werden wohl bald an den Brettbeekskoppeln entstehen.

Bilder (c) google.maps; dorferneuerung.wordpress.com.brettbeekskoppeln (c) google.maps.de