NL#99 – 112!

feuerwehrIm Juli hatte der Samtgemeinderat einstimmig den Investitionsbeschluss („die größte Investition der Gemeinde aller Zeiten“) zum – notwendigen – Neubau eines Feuerwehrgerätehauses abgestimmt. Damit schien die Entscheidung erst mal im positiven Sinne ‚erledigt‘.

Im Zuge der Diskussion haben wir alle viel gelernt: über den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehr in unserer Gemeinde, den Zustand der aktuellen Ausrüstung, die technischen und rechtlichen Vorschriften, die Aufgabenteilung der Feuerwehren im Landkreis – siehe dazu auch: http://tinyurl.com/npbp45c. Diese Gespräche haben uns, allen Samtgemeinderatsmitgliedern, deutlich gemacht, dass die Feuerwehr das letzte Thema ist, an dem wir sparen dürfen.

Wir müssen aber noch mal ran: auf der Tagesordnung im Samtgemeindeausschuss (heute) und im Samtgemeinderat (nächsten Donnerstag) taucht der Bedarf einer zusätzlichen erheblichen Investition auf: Mehrkosten von netto 370.000 € (netto) sind inzwischen im Zuge der Planung entstanden. Der Haushalt ist betroffen.

Grundlage der ursprünglichen Entscheidung war eine Kostenschätzung des beauftragten und erfahrenen Architekturbüros.  So teilen sich die Mehrkosten auf:

  • 50.000 € wg. allgemeiner Baukostensteigerung
  • 140.000 € wg. einer deutlich anders und aufwendigeren Oberflächenentwässerung
  • 50.000 € wg. zusätzlicher Ausstattung
  • 70.000 € wg. Einbruchssicherungsmaßnahmen und einer Brandmeldeanlage
  • 60.000 € wg. allg. Baunebenkosten.

Ärgerlich, dass beim ersten Aufruf zur Entscheidung diese Positionen noch nicht auf der Liste waren; im Nachhinein sind sie bis auf den zweiten Punkt leicht erklärbar: Baukosten steigen die ganze Zeit, wenn man nicht anfängt (ein Bauherr könnte z.B. eine entsprechende Reserve einbauen). Wenn die Feuerwehr zusätzliche Räume bekommt braucht sie auch zusätzliche Ausstattung (es geht um Stühle, Tische, Spinde, …). Und nach den Erfahrungen der letzten Jahre macht auch eine Einbruchsicherung Sinn. Eine Brandmeldeanlage bei der Feuerwehr (!) allemal.

Also: wer kann etwas für die Kostensteigerung? – auf jeden Fall nicht die Feuerwehrmänner/-frauen. Und jetzt dürfen wir um Himmels Willen nicht anfangen diesen ehrenamtlich sich die Freizeit im Dienste der Gemeinschaft mit Rettungsüben und echtem Retten beschäftigenden Mitbürgern die Basis zu beschneiden. Selbstverständlich ist die Waschhalle keine Streichoption! – wer mit einem kontaminierten Fahrzeug vom Einsatz zurückkommt der soll auch die Möglichkeit haben das Fahrzeug unmittelbar am Standort unter professionellen Bedingungen zu reinigen. Und da wir hier für die nächsten 30 Jahre planen macht aus Sicht der SPD-Fraktion auch ein Verzicht auf die noch nicht dringend benötigte Halle für den 7ten Stellplatz wenig Sinn – ein irgendwann notwendiger Anbau wird hinterher für uns alle nur teurer.

Abbildungen nach Architekturbüros MRO bzw. Ing.-Gesell. Stüvel + Peter.

feuerwehrgeraetehaus001

feuerwehrgeraetehaus002