NL#75 – Neulich im VA: Itzenbütteler Kirchfeld!

kirchfeldMittwoch, 25. Februar, war eine entscheidende Sitzung; natürlich ohne Publikum, denn der Verwaltungsausschuss tagt per Kommunalverfassung grundsätzlich nicht öffentlich.

Kirchfeld – ein Horrorthema, bei dem man sich fragt, ob man es nicht lieber ruhen lässt? Denn Ärger ist programmiert. Zu verworren sind die Meinungen von Bürgern und Anwohnern, zu unklar für manche die Rechtslage, nicht vorhersehbar die politischen Entscheidungen auf lokaler und auf Kreisebene.

Deshalb wurde schon im November 2013 beschlossen, dies Thema einer Lösung zuzuführen. Dies musste sorgfältig vorbereitet werden.

Die Fakten:

  • In den 70er-Jahren war das etwa 10 Hektar große Kirchfeld ein Wochendgebiet.
  • Seit 1982 gab es einen B-Plan, der dieses Wochenendwohnen festschrieb.
  • In der jüngsten Änderung des Flächennutzungsplans wird das Kirchfeld als zu verdichtendes Dauerwohngebiet vorgesehen. Einen konkreten überarbeiteten B-Plan gibt es nicht.
  • Mehrere Eigentümer nutzen das Kirchfeld nicht mehr als Wochenenddomizil, sondern wohnen dauernd dort, was seit dem gültigen B-Plan von 82 schon nicht mehr zulässig ist.

Was tun? Wie dieses Knäul von Vorschriften, Gewohnheitsrechten und Interessen einzelner entwirren – und dies im Hinblick auf den an sich erfreulichen Wunsch vieler Bürger, sich in Jesteburg neu anzusiedeln. Denn Jesteburg ist ein wachsendes Dorf und Bauplätze sind äußerst knapp.

Der Verwaltungsausschuss hat jetzt einen detaillierten Vorschlag auf dem Tisch, wie man einen neuen B-Plan erstellen könnte und was dies mindestens kosten würde. Durchgesickert und schon in der Zeitung stand: Die Erschließung würde 975.000 € kosten, möglich wären 30 neue Grundstücke und die Waldumwandlung/Aufforstung schlagen nochmal mit 100.000 € zu Buche.

Aber das ist nur ein Plan.

Jetzt hat der Verwaltungsausschuss die Gemeindeverwaltung gebeten, eine öffentliche Anwohnerversammlung zu organisieren, auf der Vertreter aus dem Kreis, der Kommune und weitere Experten  a l l e,  ja wirklich alle Fragen der Anwohner kompetent beantworten sollen.

Und dann, erst dann, wird letztlich im Gemeinderat entschieden, was geht und was nicht.

Insofern war die Sitzung des Verwaltungsausschusses vergangenen Mittwoch ein entscheidender Schritt zur Klärung eines vertrackten Sachverhalts. Die Lösung kommt endlich näher!

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