NL#62 – Asyl in Jesteburg

mz
Die Kriege in der Welt wirken sich bis in die kleinsten Gemeinden aus. Also auch hier.
Die Willkommenskultur in Jesteburg ist vorbildlich. Die Integrationsbeauftragte der Samtgemeinde Margarete Ziegert berichtet zur Flüchtlingssituation in Jesteburg:

Um wen geht es?
  • Z.Zt. sind etwa 60 Personen aus den Krisengebieten Somalia, Sudan, Elfenbeinküste, Syrien, Iran, Georgien, Ukraine und Afghanistan in Jesteburg untergebracht. Bis Ende des Jahres sollen es rund 130 sein.
Wie ist die Organisation?
  • In den Wohncontainern am Sandbarg sowie  im Hotel Niedersachsen werden die zuletzt angekommenen Flüchtlinge von der Betreuungsfirma „human care“ betreut durch eine Sozialarbeiterin und jeweils einen Hausmeister in jedem Objekt. Weitere dezentrale Unterkünfte befinden sich in Bendestorf und in Jesteburg in Wohngebieten. Die Nach­barn sind aufgeklärt und helfen in Notfällen;
  • Alle Neuzugänge werden in den jeweiligen Unterkünften von den Integrationsbeauftragten Margarete Ziegert und Peter Otte begrüßt. Für das weitere Kennenlernen von Flüchtlingen und Einwohnern findet an jedem ersten Donnerstag im Monat um16.00 Uhr das „Cafe Farbenfroh“ in den Räumen der St.-Martins-Kirchengemeinde statt.
  • Außerdem gibt es einen Helferkreis von z.Zt. 20 Personen, der die Integrationsbeauftragten bei individueller Hilfe für Flüchtlinge unterstützt, wie Arztbesuche und Be­hördengänge. Die Ehrenamt­lichen sind auch eigenständig in den Familien tätig, wenn es z.B. um Vermittlung der Kinder in Schule und Kindergarten geht.
Was hilft?
  • Hervorzuheben ist die große Spendenbereitschaft der Bürger und Bürgerinnen Jesteburgs und Umgebung. Die Erstausstattung der Unterkünfte übernimmt  der Landkreis. Benötigt werden nach wie vor Fahrräder, Vermittlung über Familie Wehbi, Tel. 04183/ 2519, oder die Integrationsbeauftragten, s.u.;
  • Riesig freuen sich die Flüchtlinge, wenn sie zu kulturellen Veranstaltungen mitgenommen werden. So waren sie bereits mit einer Trommlergruppe beim Bildungsfest vertreten, als die Oberschule eingeweiht wurde. Eine weitere Möglichkeit ist auch, dass sie in den Sportvereinen mitmachen dürfen.
  • Und damit sie nicht in ihren Unterkünften den ganzen Tag herumsitzen und sich nutzlos vorkommen, gibt es Be­schäftigungsmöglichkeiten bei Kommunen, Kirchen und gemein­nützigen Verbänden, 20 Std. in der Woche für 1,05 EU zu arbeiten.
  • Das Wichtigste ist jedoch der Deutschunterricht, getragen von der Kreisvolkshochschule. Die Deutschkurse finden statt in den Räumen von „Jugend aktiv“ an der neuen Oberschule.
Zu erreichen sind Margarete Ziegert unter 04183/2422 und Peter Otte unter 04183/5529. Jede Unterstützung ist willkommen!


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