NL#54 – „Flüchtlingszuweisung“

ScreenShot002Flüchtlingszuweisung – ein nüchterner Begriff, hinter dem tragische Einzelschicksale stehen.

Das Themas erreicht jetzt Jesteburg weil die eskalierenden Zustände auf den (Bürger-)Kriegsschauplätzen dieser Erde unweigerlich und kontinuierlich den Exodus nach sich ziehen. Und da treffen jetzt Menschen auf uns, die unserer uneingeschränkten Solidarität bedürfen.

Hamburg wird 14.000 Menschen aufnehmen, der Landkreis Harburg 2.000 – Jesteburg plant derzeit mit 120 Plätzen.

Das Wesentliche ist erstmal die Frage der Unterbringung. Dringend sucht die Verwaltung zumutbare Unterkünfte. Neben dem neuen Containerbau am Sandbarg, dem ehemaligen Puppenmuseum und dem Hotel Niedersachsen werden wir weiteren Wohnraum benötigen. Containerdörfer jenseits der Siedlung sollten möglichst keine Option sein; wir finden es richtig, dass Menschen, die aus anderen Ländern in Not zu uns kommen in unserer Mitte untergebracht werden.

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Gestern war die Veranstaltung des Landkreises dazu im überfüllten Heimathaus. Die Herren Hoppenstedt/Freudewald (LKR) und  Höper/Heitmann informieren eindrücklich zum Handlungsdruck unter dem der Landkreis steht und zur ungewöhnlich guten Abstimmung zwischen Gemeinde und Kreis. Deutlich wird auch, dass die Flut der Asylbewerber morgen nicht enden wird. Wir werden uns auf einen längerfristigen Umgang mit dem Thema einstellen müssen: wir können erstmal dauerhaft mit neuen Nachbarn aus Somalia, Syrien, Afghanistan und anderen Krisenregionen rechnen.

Schade, dass dann die anschließende Diskussionsrunde erstmal mit einem etwas nervigen Beitrag zur Kostenverteilung der Unterbringung beginnt. Das ist sicher auch ein wichtiger Aspekt. Und auch, ob die zu uns kommenden Menschen Ihre Wohnung selbst saubermachen kann man natürlich fragen … aber im Vordergrund stehen eigentlich die Aspekte der Integration und die Frage, wie man den Sorgen der Mitbürger mit ihren auch kritischen, ablehnenden, ängstlichen, egoistischen oder negativen Meinungen zu dieser Entwicklung begegnen kann.

Die Dorfgemeinschaft steht hier vor einer großen Aufgabe.



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