NL#34 – Willkommen Famila!

Der Gemeinderat hat gestern Abend mit großer Mehrheit der ganz konkreten Ansiedlung von Famila – nämlich den zum Projekt passenden Bebauungsplan – zugestimmt. Einige Punkte dazu:

1. Am Ende war die Entscheidung eigentlich ganz einfach.

Es ging nur noch um den zentralen Punkt: was nützt Jesteburg?
Und die Antwort ist klar: ein hinreichendes Einzelhandelsangebot (das wir im Moment nichht haben). Und das Angebot führt dazu, dass wir die Kaufkraft in größerem Umfang am Ort halten, als wir das heute tun (die sog. ‚Einzelhandelszentralität‘ wird von ~ 50% auf > 80% steigen).

2. Jesteburg ist nicht einzigartig
Einen großflächigen Verbrauchermarkt in einem Grundzentrum zu etablieren haben schon andere Gemeinden vor uns gemacht (Kisdorf, Wiefelstede, Bleckede, Klecken …), ein solches Projekt ist also sehr wohl auch gegen die Bedenken einzelner Interessengruppen durchsetzbar.
3. Nur die – gestern verabschiedete – Abwägung hat den kompletten Überblick
alle Einwände einzelner ‚Träger öffentlicher Belange‘ bzw. Gruppen sind interessengeleitet (was per se nichts Schlechtes sein muß) oder haben einen aus anderen Gründen einseitigen Blickwinkel. Ein Beispiel sind die Bedenken der IHK zum Integrationsgebot entsprechend der Baunutzungsverordnung. Die IHK schreibt: „die Lage an der Asendorfer Straße weißt deutlich darauf hin, dass der Standort eher auf die angrenzenden Nachbargemeinden als auf das Samtgemeindegebiet ausgerichtet ist“ – diese Sicht läßt sich von einer reinen Auswirkungsbetrachtung leiten ohne die Frage der Standorteignung im Vergleich mit alternativen Standorten –> die wir nämlich gar nicht haben! – zu brücksichtigen. Und Hanstedt reklamiert, dass das Projekt sehr stark auf PKW-orientierte Kunden ausgerichtet ist (was als Beleg dafür betrachtet wird, dass wir in Jesteburg v.a. auf externe Kunden setzen). Aber so wie Jesteburg strukturiert ist wird halt grundsätzlich viel mit dem Auto eingekauft, auch bei Rewe oder früher bei EDEKA. Und auch beim kurzzeitig diskutierten Projekt eines Rewe-Marktes auf dem Clement-Grundstück drehte sich die Diskussion im Wesentlichen um die Verkehrs- und Parkplatzthematik.
4. es gibt schon sehr anekdotenhafte Details im Projektverlauf
erwähnt seien nur a) die Idee der Planer, dass die Konsumenten später bei Famila parken um dann zu Fuß in die Ortsmitte zu laufen und dort ihre Einkäufe fortzusetzen (werl lacht mit?). Und b) die belustigende Ablenkung vom eigentlichen Thema auf 3 Bäume, die seinerzeit für die Grünen entscheidend waren um für das Famila-Konzept und nicht für EDEKA/ALDI zu stimmen. Und dann waren die Bäume plötzlich im Plan schon abgeholzt und jetzt sind zwei der drei wieder da und sind für einige der Beleg dafür, dass es ein gutes Projekt ist. Da hat der Manager des Handelsunternehmens effektiver Politik gemcht als so mancher Ratskollege. Wir haben uns letztendlich von solchen Details nicht ablenken lassen.
5. Willkommen Famila!
Jetzt sind wir so weit. Die Planer, die Räte, die Ausschüsse haben gute Arbeit geleistet. Wir haben jetzt das bestmögliche Ergebnis in doch relativ kurzer Zeit (Herr Höper hatte gestern noch einmal darauf hingewiesen) erreicht. Wenn jetzt keiner mehr juristisch dazwischengrätscht (was bei solch umfassenden Projekten natürlich immer der Fall sein kann, was wir aber nicht erwarten), dann geht’s jetzt tatsächlich bald los. Herzlich willkommen Famila!



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