NL#183 – Gestern im Bauausschuss (Sandbarg, Reitverein, bezahlbarer Wohnraum)

So: Sommerferien vorbei; los geht es wieder mit der Gremienarbeit – und im Bauausschuss wurden dann gestern erstmal die ‚liegengebliebenen‘ Themen, bereits begonnene Projekte, wieder aufgenommen. Und es war eine gelungene Premiere im – der Gemeinde gehörenden – Veranstaltungsraum im neuen Schützenhaus.

Fast 100 interessierte Menschen waren da, es war für eine Bauausschusssitzung (am Anfang kombiniert mit dem Umweltausschuss) auch  also ein vergleichsweise massenhafter Andrang auf den Besucherplätzen; viele Menschen in unserer Gemeinde setzen sich für ihren Reitverein ein oder wollen auf die Planungen in ihrer unmittelbaren Umgebung einwirken – das ist gut so!

Im Bericht der Verwaltung gab Gemeindedirektor Hans-Heinrich Höper einen kurzen Abriss zu den aktuellen Aktivitäten. Und dann ging‘s auch gleich in medias res:

  • Bezahlbarer Wohnraum in Jesteburg

Es geht um die Erstellung von mehr bezahlbarem Wohnraum in Jesteburg. Dazu wurde auf Antrag der spd in der letzten Ratsperiode ein Projekt auf der gemeindeeigenen Fläche Brettbeekskoppeln-Ost, gegenüber der famila-Fläche, gestartet. In einem ersten Entwurf war von 35 Wohneinheiten ausgegangen worden – wir hatten hier bereits dazu berichtet; tatsächlich wurde jetzt eine konkretisierte Planung von 50 Einheiten in Mehrfamilien- und Reihenhäusern. Möglich würde das auch deswegen, weil der ursprünglich den Lärm der Schiesshalle mindernde Schutzwall abgetragen werden kann.

Zu den Planungen hatte vor der heutigen Bauausschusssitzung eine Anwohnerversammlung stattgefunden. Wegen der Anregungen aus dieser Bürgerinformationsveranstaltung wurde das Thema im Bauausschuss vertagt und eine alternative Planungsvariante in Auftrag gegeben. Aspekte des Planungsvorschlags stießen bei vielen Anwohnern nicht wirklich auf Zustimmung – Grund dafür waren vor allem noch offene Fragen hinsichtlich der Verkehrsentwicklung und -steuerung; da gab es ein starkes Plädoyer für eine alternative Zuwegung – auch die Reihenhäuser sollen über die neu zu errichtende Straße erreichbar sein. Auch die Frage nach ausreichend Parkfläche bei Großveranstaltungen der Naturbühne kam auf.

Im Bild der Geltungsbereich des B-Plans.

Der Landkreis Harburg hat einen Bedarf von über 23.000 neuen Wohnungen. Jesteburg als überdurchschnittlich wachsende Gemeinde leistet mit diesem Projekt einen ersten kleinen Anteil, um den Bedarf zu decken.

  • Neue Parkplätze am Sandbarg

Hier gab es bereits auf einer der letzten Sitzungen eine erste Idee in der Vorlage, wie wir an dieser Stelle zu den dringend benötigten zusätzlichen Parkplätzen kommen. Auf Impuls der Grünen (natürlich!) ging das dann an ein Planungsbüro mit der Bitte um einen Entwurf, bei dem möglichst wenig Bäume dem neuen Parkraum zum Opfer fallen. Gestern wurden drei Alternativen erläutert und es wurde – nach einer ziemlich langen Diskussion –  positiv zur ersten Variante abgestimmt. Das sieht dann so aus wie auf der Zeichnung (© Ingenieurbüro Feuerbach), bringt insgesamt 56 Parkplätze – zum Teil auch hinter dem neuen Rathaus – 2 Behindertenparkplätze und einen Platz für die Polizei.

Das positive Signal heute im Ausschuss ist der erste Schritt für eine Umsetzung. Das Thema geht jetzt in den Verwaltungsausschuss („VA“) zur weiteren Beratung, aber mit unserer Empfehlung. Dann wird die Samtgemeinde noch um Zustimmung gebeten, die Eigentümerin der Fläche für die Plätze 45-56 ist. Und dann wird das so in den B-Plan eingearbeitet, wieder vorgestellt und verabschiedet. Das übliche Verfahren; es dauert also noch …

  • Umsiedlung des Reitvereins

Als gute vorbereitetes Thema – weil mit allen Fraktionen vorbesprochen – kam der Umsiedlungsplan des Reitvereins in den Ausschuss. Grund für den Umsiedlungswunsch: der aktuelle Pachtvertrag läuft auf Sicht aus, die Flächen rund um den Kern des Vereinslebens – die Stallungen und den Turnierplatz  – stehen u.a. durch den Schulneubau nicht mehr als Weideflächen zur Verfügung und  der Verein braucht auch hardwaremäßig einen echten Relaunch. Der Verein hat sich in den letzten Wochen und Monaten um eine erste Planung, um die Finanzierung und im Dialog mit der Gemeinde auch um die Machbarkeit eines Standortwechsels gekümmert. Das Ergebnis konnte der Vereinsvorsitzende gestern Abend auf der Bauausschusssitzung vorstellen: Plan ist ein Umzug hinter die Sportplätze an einen für die Zwecke des Vereins idealen Platz. Dort Neubau einer modernen Reithalle und entsprechenden Stallungen (die ja auch eine Einnahmequelle für den Verein sind). So wie im Bild könnte es dann aussehen.

moderner Reitstall – das Pferd im Mittelpunkt (c) Röwer & Rüp

 

Die Finanzierung steht, Beitrag der Gemeinde ist die Bereitstellung des Grundstücks in Erbpacht. Und vor allem die Kostenübernahme für die Planung, die, da das Grundstück zu Asendorf gehört, im Hanstedter Flächennutzungsplan zu geschehen hätte. Hanstedt (und Asendorf) sind in die Diskussion eingebunden und haben grundsätzliche Zustimmung signalisiert.

In der Diskussion zu diesem Tagesordnungspunkt wurde auch klar, warum sich die Gemeinde um diesen Verein bemüht und auch an seiner Zukunftssicherung mitwirkt: die Angebote des Reitvereins sind nachgefragt und dieser Verein trägt zur Attraktivität und zur Wohnqualität unseres Ortes bei: 268 Mitglieder hat der Verein aktuell, viele Kinder und Jugendliche nehmen hier Reitunterricht. Das Votum für den Umzug war einstimmig.

Und nebenbei wurde gestern auch über die Auslegung des überarbeiteten B-Plans für famila gesprochen. Da geht es jetzt – wieder mit längerem Anlauf – u.a. um eine kleinere Fläche  (2.420 qm). Wir freuen uns schon auf den Newsletter, in dem wir berichten dürfen, dass es jetzt endgültig los geht!


NL#182 – Gestern im Gemeinderat (Kunst, Wohnungsbaugesellschaft, Hundesteuer)

Der längste Tag des Jahres brachte nicht die längste Sitzung; fast waren wir noch bei Helligkeit wieder draußen; erledigt und auf den Weg gebracht haben wir so Einiges – wieder gut vorbereitet in den diversen Ausschusssitzungen der letzten Wochen und Monate (zu denen wir auch immer wieder berichtet hatten).

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NL#181 – Auf in den Ganztag!

Dass wir in Jesteburg und Bendestorf die Ganztagsschule brauchen ist inzwischen – hoffentlich – unumstritten.

Die 90 Plätze „pädagogischer Mittagstisch“, die (von der Gemeinde finanziert) für die Schulkinder im kommenden Schuljahr bereitgestellt werden, reichen schon nicht mehr für den Bedarf – und der Bedarf wächst weiterhin (und ist ein schöner Nebeneffekt der Tatsache, dass Jesteburg noch eine wachsende Gemeinde ist!).

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NL#180 – Börners Kommentar: Kunst im öffentlichen Raum

Als ich die Schlagzeile am Mittwoch, den 31. Mai, im Nordheide-Wochenblatt auf Seite 1 sah, dachte ich im ersten Moment: „Mein Gott, jetzt auch Terror in Jesteburg. Weiß der Innenminister schon Bescheid, kommt das in der Tagesschau, wer bekennt sich zu dem Anschlag?“

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NL#179 – Gestern im Bauausschuss: Itzenbüttel & Sandbarg

Schon die zweite Sitzung des Bauausschusses im Mai. Und jedenfalls war es mehr ein Ausschuss zu Itzenbüttler denn zu Jesteburger Themen, und das wird ja auch unterstrichen durch einen der wichtigsten Tagesordnungspunkte: die Empfehlung des Ausschusses zur Erstellung eines Masterplans für diesen Ortsteil. Und die Sitzung war erfreulich gut besucht!

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NL#178 – neu: Feuerwehrgerätehaus Jesteburg

Der Feuerwehrausschuss gestern hatte wenig Highlights, dafür aber das Angebot einer Begehung des neuen Jesteburger Feuerwehrgerätehauses – der Einladung sind einige Ratsmitglieder gerne nachgekommen. Ortsbrandmeister Jo Röhrs führte mit seinen Kollegen durch die neuen Räume und lieferte die dazu passenden Informationen.

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NL#177 – Gestern im WTKA – Dorffest: 2. September?

Die Chance ist jetzt tatsächlich groß, dass in diesem Jahr in Jesteburg wieder ein Dorffest stattfinden wird. Dem Organisationsteam Maack-Otte-Burmeister („Seza & die Jungs“) bot sich gestern die Möglichkeit sein vorläufiges Konzept vorzustellen und sich um einen Finanzzuschuss der Gemeinde zu bewerben.

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